Dass die Arbeitslosigkeit im Dezember zunimmt, ist üblich. Vor dem Jahresende stellen Unternehmen erfahrungsgemäß weniger neue Beschäftige ein. Zudem gibt es in der kalten Jahreszeit weniger Außenjobs etwa im Baugewerbe oder der Landwirtschaft.
Doch im Zuge der wirtschaftlichen Schwäche habe sich der Arbeitsmarkt im Laufe des Jahres schrittweise in eine ungünstige Richtung entwickelt, sagte Nahles weiter. «Unter dem Strich steht er schwächer da als vor einem Jahr. Es deutet aber einiges darauf hin, dass wir die Talsohle erreicht haben.»
Im Dezember ging die Nachfrage nach Arbeitskräften weiter zurück. 619.000 offene Stellen waren bei der Bundesagentur gemeldet und damit 35.000 weniger als vor einem Jahr.
Für 41.000 Beschäftigte meldeten Betriebe den Zahlen zufolge vom 1. bis 29. Dezember konjunkturelle Kurzarbeit an. Wie viele diese tatsächlich in Anspruch nehmen, steht damit aber nicht fest. Aktuellste hochgerechnete Daten dazu liegen bis Oktober 2025 vor: Demnach wurde für 203.000 Beschäftigte Kurzarbeitergeld gezahlt. Das sind 15.000 mehr als im Vormonat, aber 56.000 weniger als im Oktober 2024.
«Der bayerische Arbeitsmarkt kann sich auch im Dezember nicht erholen», sagte der Chef der Regionaldirektion, Markus Schmitz, laut Mitteilung. «Wir verzeichnen erneut einen Höchstwert bei den Arbeitslosenzahlen.» Die Arbeitslosigkeit sei zum Jahresende so hoch wie seit fast 20 Jahren nicht mehr.
Die Zahl der bei der Arbeitsagentur gemeldeten freien Stellen sei deutlich zurückgegangen, sagte Schmitz weiter. Und: Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten wachse nicht mehr.
In unserer Region schaut es im Vergleich zu Dezember 2024 ähnlich aus: Im Raum Regensburg lag die Arbeitslosenquote im Dezember 2025 bei 5,1 Prozent – das bedeutet ein Anstieg von 0,6 Prozent. Im Landkreis Kelheim hingegen ist die Arbeitslosenquote mit 3,3 Prozent nur minimal gestiegen. 2.556 Menschen waren im Landkreis Cham arbeitslos – und damit über 200 Personen mehr als noch Dezember 2024.
dpa/JM