Normalerweise sorgt das Frühjahr für eine deutliche Entspannung am Arbeitsmarkt, doch diesmal blieb die erhoffte Belebung weitgehend aus.
Nach Angaben der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum März um 6.556 Personen auf insgesamt 322.747. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 4,1 Prozent.
Vor einem Jahr hatte die Quote noch bei 4,0 Prozent gelegen.
Der Chef der Regionaldirektion, Markus Schmitz, machte deutlich, dass die Entwicklung ungewöhnlich sei. „Der Arbeitsmarkt in Bayern kann sich weiterhin nicht erholen. Normalerweise sinkt die Zahl der Arbeitslosen um diese Zeit signifikant ab“, erklärte er.
Der aktuelle Rückgang falle so gering aus wie in keinem April seit der Wiedervereinigung – mit Ausnahme des Pandemie-Jahres 2020. Für die Statistik wurden Daten berücksichtigt, die bis zum 13. April vorlagen.
Zudem geht laut Mitteilung auch die Zahl der Beschäftigten weiterhin deutlich zurück.
Als Grund für die ausbleibende Frühjahrsbelebung nennt die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft die anhaltende Unsicherheit vieler Unternehmen im Freistaat. Neben strukturellen Herausforderungen belaste auch der Iran-Krieg die Wirtschaft massiv.
Vor allem die hohen Energiepreise und gestörte Lieferketten wirkten sich negativ auf die wirtschaftliche Lage und damit auch auf den Arbeitsmarkt in Bayern aus.
dpa / MF