Trotz Trockenheit, Frost und schwieriger Wetterbedingungen stieg die Weinproduktion laut dem Landesamt für Statistik im vergangenen Jahr im Freistaat um rund 23 Prozent. Die Marke von 400.000 Hektolitern wurde jedoch nicht erreicht.
Im Jahr 2025 wurden in Bayern insgesamt 380.771 Hektoliter Wein einschließlich Traubenmost produziert. Das entspricht rund 38 Millionen Litern Wein oder etwas mehr als 50 Millionen Weinflaschen.
Der Großteil der bayerischen Weinproduktion stammt aus Franken. Daneben gibt es kleinere Anbaugebiete am Bodensee sowie im Raum Regensburg.
Im Vergleich zum Jahr 2024 stieg die Weinmenge um 70.313 Hektoliter. Das entspricht einem Plus von rund 23 Prozent.
Mehr als die Hälfte der bayerischen Weinerzeugung entfällt auf Qualitätswein mit Prädikat. Sein Anteil lag 2025 bei knapp 56 Prozent der gesamten Weinproduktion in Bayern.
Die Winzer mussten 2025 mit wenig Regen, Trockenheit und frostigen Nächten im Mai umgehen. Dennoch fiel die Ernte höher aus als im Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2024.
Für ein Spitzenergebnis reichte es allerdings nicht. Die oft überschrittene Marke von 400.000 Hektolitern Wein blieb auch 2025 außer Reichweite.
Die wirtschaftliche Lage vieler Winzer bleibt angespannt. Der Weinbauverband berichtete bereits im Herbst von einem Anstieg der Kosten um 30 bis 40 Prozent.
Gleichzeitig geht der Weinkonsum in Deutschland zurück. Nach Angaben des Deutschen Weininstituts tranken die Verbraucherinnen und Verbraucher im vergangenen Wirtschaftsjahr durchschnittlich 21,5 Liter Wein pro Kopf. Das sind 0,7 Liter beziehungsweise etwa eine Flasche weniger als im Wirtschaftsjahr 2023/24.
dpa / MF