Di., 07.12.2021 , 18:26 Uhr

Haushaltspläne für 2022

Bayern will Ende der Neuverschuldung 2023 - Regensburg knackt die Milliarde

Corona liegt auch wie ein Schatten über dem nächsten bayerischen Staatshaushalt. Danach soll es - so die Hoffnung - besser werden. Und auch die Stadt Regensburg hat seinen Haushaltsplan heute vorgestellt.

Die Staatsregierung hofft auf ein Ende der coronabedingten Neuverschuldung im Jahr 2023 - kann und will dafür aber im Moment keine Garantie abgeben. «Corona ist noch nicht vorbei», sagte Finanzminister Albert Füracker (CSU) am Dienstag bei der Einbringung des Haushalts für 2022 in den Landtag. Kein seriöser Finanzpolitiker könne deshalb für die Zukunft etwas ausschließen.

Fürs kommende Jahr allerdings steht der Plan der Staatsregierung: Der Haushaltsentwurf, den das Kabinett im November auf den Weg gebracht hatte und der nun in Landtag beraten wird, umfasst ein Gesamtvolumen von 70,8 Milliarden Euro und sieht Kreditermächtigungen von 5,8 Milliarden Euro vor. Damit würde die Regierung den bereits vom Landtag gebilligten Kreditrahmen zur Bewältigung der Pandemie von maximal 20 Milliarden Euro einhalten. «Wir werden also keine zusätzliche Kreditermächtigung benötigen», sagte Füracker, fügte aber wieder einmal hinzu, dies sei das «momentane Planungsoptimum». Der Rest der 20 Milliarden ist bereits ausgegeben oder verplant worden.

«Die Unsicherheit prägt auch diesen Haushalt 2022», sagte Füracker. Man dokumentiere mit dem Etat aber die Entschlossenheit im Kampf gegen die Pandemie und deren Folgen. Und ein wichtiges Instrument dabei seien Investitionen, die das Land durch die Krise führen sollten. Als Beispiele nannte der Minister den Klimaschutz, die High-Tech-Agenda, die Digitalisierung, aber auch zusätzliche Ausgaben für den Hochbau und Investitionen in die bayerischen Staatsstraßen.

Formal muss die Schuldenbremse auch im kommenden Jahr noch einmal ausgesetzt werden - was in Notlagen zulässig ist. «Und wer möchte bestreiten, dass wir uns in einer solchen befinden?», sagte Füracker. Die Ministerien leisteten zudem einen Konsolidierungsbeitrag, und man nehme 2,3 Milliarden Euro aus der Rücklage, das sei «verantwortbar».

Von der Opposition kamen gemischte Reaktionen. Deutliche Kritik gab es unter anderem an der späten Vorlage des Entwurfs. «Mit was haben Sie sich eigentlich im Spätsommer beschäftigt?», fragte Claudia Köhler (Grüne). Ähnliche Kritik äußerte auch SPD-Fraktionschef Florian von Brunn (SPD). Zudem gab es Vorwürfe, etwa von Grünen und AfD, dass Mittel aus dem Corona-Fonds für andere Dinge zweckentfremdet würden, die nichts mit der Corona-Pandemie zu tun hätten. Die FDP verlangte einen besseren Blick auf die Ausgabendisziplin.

 

dpa

 

Regensburg stellt Haushaltsplan für 2022 vor

Haushalt 2022: Regensburg knackt die Milliarde
Die Lage entspannt sich langsam wieder: sprach man in den vergangenen Jahren von einer Delle, einer Talsohle, so klingt die wirtschaftliche Lage der Stadt Regensburg jetzt wieder besser: Die Einnahmen steigen wieder auf das Vor-Corona-Niveau, allerdings sind die Ausgaben auch so hoch wie noch nie zuvor! Und somit knackt die Stadt Regensburg zum ersten Mal die Milliarde im Haushaltsplan!

Das könnte Dich auch interessieren

29.04.2026 OTH Regensburg: AI Day macht Künstliche Intelligenz erlebbar Wie verlegt man ein perfektes Pflastermuster ganz ohne jahrelange Erfahrung im Handwerk? Beim AI Day an der OTH Regensburg genügte dafür ein Blick durch die Brille: Eine KI, entwickelt vom Team des Building Labs, zeigte in Echtzeit, wo der nächste Stein hingehört. Damit soll handwerkliche Arbeit nicht ersetzt werden, sondern gezielt unterstützt. Was für einige 27.04.2026 Landkreis Regensburg: Langjährige Bürgermeister im Landratsamt verabschiedet Landrätin Tanja Schweiger würdigte das Engagement der scheidenden Gemeindeoberhäupter und dankte für die enge Zusammenarbeit auf Landkreisebene. Langjährige Bürgermeister verabschiedet Verabschiedet wurden Herbert Heidingsfelder (Gemeinde Alteglofsheim), Hans Thiel (Gemeinde Barbing), Irmgard Sauerer (Gemeinde Brennberg), Diethard Eichhammer (Gemeinde Deuerling), Jürgen Sommer (Markt Donaustauf), Thomas Eichenseher (Gemeinde Duggendorf), Herbert Tischhöfer (Stadt Hemau), Christian Hauner (Markt 23.02.2026 Bayern: Exporte steigen 2025 leicht Bayerns exportabhängige Industrie hat sich im Jahr 2025 trotz schwieriger Bedingungen behauptet. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, stiegen die weltweiten Ausfuhren um 0,9 Prozent auf knapp 227 Milliarden Euro. Gleichzeitig legten auch die Importe um 0,9 Prozent auf 229,3 Milliarden Euro zu. Damit bleibt es bei einem – wenn auch vergleichsweise kleinen – Handelsdefizit. Besonders 14.02.2026 Bayern: 95 Millionen Euro Hochwasserhilfe von der EU Bayern hat nach dem verheerenden Hochwasser im Juni 2024 rund 95 Millionen Euro aus dem Europäischen Solidaritätsfonds erhalten. Das bestätigte eine Sprecherin des Finanzministeriums auf dpa-Anfrage. Zuvor hatte die „Augsburger Allgemeine“ darüber berichtet. Den Antrag auf die europäischen Hilfen hatte der Freistaat gemeinsam mit Baden-Württemberg gestellt. 95 Millionen Euro aus dem Europäischen Solidaritätsfonds Mit den