Do., 15.02.2024 , 11:03 Uhr

Bayern: Warmer Februar lässt Vögel früher brüten - erste Zugvögel zurück

Das milde Wetter im Februar lässt Vögel früher singen und brüten. Auch erste Zugvögel wie Stare sind nach Angaben des Naturschutzverbands LBV bereits nach Bayern zurückgekehrt.

Der Wintermonat Februar zeigt sich in weiten Teilen Bayerns aktuell überraschend frühlingshaft. Die Temperaturen klettern tagsüber auf über 10 Grad und fallen auch nachts vielerorts nicht unter Null. Die überdurchschnittlich warmen Temperaturen wirken sich erkennbar auf die Tier- und Pflanzenwelt aus. Amseln und Meisen singen bereits in vollen Tönen, die ersten Amphibien wandern zu ihren Laichgewässern und auch einige Fledermausarten unterbrechen den Winterschlaf in ihren Höhlen.

 

«Besonders langanhaltende, starke Abweichungen von Temperatur und Niederschlag, wie sie in den letzten Jahren aufgrund der Klimakrise immer häufiger vorkommen, können dazu führen, dass Tiere früher im Jahr aktiv werden und sich eher fortpflanzen», erläuterte die LBV-Expertin Angelika Nelson am Donnerstag in Hilpoltstein.

 

Die anhaltend milden Temperaturen wecken Frühlingsgefühle bei den Vögeln. Amseln singen in der Morgen- und Abenddämmerung, Kohl- und Blaumeisen stecken mit lautstarkem Gesang ihre Reviere ab. Zugvögel, die nur kurz Strecken ziehen, kehren bereits in die bayerischen Brutgebiete zurück. Wer aufmerksam ist, kann zum Beispiel schon Stare im Freistaat entdecken. Auch erstes Brutverhalten zeigt sich: Goldammern singen in den Hecken und Weißstörche beziehen ihre Nester. Einige Vögel scheinen auf den ersten Blick gut mit dem verkürzten Winter klarzukommen. Sie können sich offenbar anpassen und haben vielleicht sogar Vorteile, denn wer früher mit der Brut beginnt, brütet in vielen Fällen auch länger und kann mehr Nachkommen großziehen.

Langstreckenzieher – also Zugvögel, die weit entfernte Winterquartiere haben – seien dagegen im Nachteil, so Nelson. Der Trauerschnäpper verweile zum Beispiel zurzeit noch im südlichen Afrika. Wenn er zur üblichen Zeit zurückkehre, könnten Nisthöhlen bereits von Meisen oder Kleibern besetzt sein.

 

Die anhaltend milden Temperaturen wecken Frühlingsgefühle bei den Vögeln. Amseln singen in der Morgen- und Abenddämmerung, Kohl- und Blaumeisen stecken mit lautstarkem Gesang ihre Reviere ab. Zugvögel, die nur kurz Strecken ziehen, kehren bereits in die bayerischen Brutgebiete zurück. Wer aufmerksam ist, kann zum Beispiel schon Stare im Freistaat entdecken. Auch erstes Brutverhalten zeigt sich: Goldammern singen in den Hecken und Weißstörche beziehen ihre Nester. Einige Vögel scheinen auf den ersten Blick gut mit dem verkürzten Winter klarzukommen. Sie können sich offenbar anpassen und haben vielleicht sogar Vorteile, denn wer früher mit der Brut beginnt, brütet in vielen Fällen auch länger und kann mehr Nachkommen großziehen.

 

Auch Fledermäuse unterbrechen nach ihren Angaben häufig ihren Winterschlaf, wenn Temperatur und Luftfeuchtigkeit in ihrer Höhle nicht mehr passen. Wie sich solche Störungen auswirkten, werde die Entwicklung in den kommenden Jahren zeigen, sagte die Expertin.

 

dpa / LBV / MB

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