Di., 17.05.2016 , 09:20 Uhr

Bayern: Viele Public-Viewing-Events zur EM

Fußballfans können sich in Bayern auf viele Angebote zum Public Viewing während der Europameisterschaft freuen. Gemeinsames Fußballgucken gibt es nicht nur in einigen Stadien, sondern zum Beispiel auch in Verbindung mit einem Street-Food-Markt in Augsburg oder auf dem Spaßbad-Gelände in Ingolstadt. Freien Eintritt gibt es bei den Public-Viewing-Veranstaltungen in Nürnberg und Ingolstadt. In München, Augsburg und Regensburg variieren die Ticketpreise, zumindest für Deutschland-Spiele, zwischen drei und neun Euro. Die Polizei ist vor dem Hintergrund der Terroranschläge in Paris und Brüssel besonders wachsam, übermäßige Sicherheitskontrollen sind aber nicht geplant.

Die EM ist vom 10. Juni bis 10. Juli in Frankreich. Der Bundesrat stimmte am Freitag einer Verordnung zu, damit Städte und Gemeinden in dieser Zeit öffentliche Fußballübertragungen – auch in Nachtstunden – genehmigen können, die sonst an den Lärmschutz-Regeln scheitern würden. Gut jedes zweite EM-Spiel wird erst um 21.00 Uhr angepfiffen. Ab 22.00 Uhr – wenn gerade erst die zweite Halbzeit beginnt – ist jedoch allenfalls Lärm bis zu 55 Dezibel erlaubt. Weil diese Marke beim Public Viewing meist überschritten wird, gibt es seit der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 bei großen Turnieren regelmäßig eine Ausnahmeregelung, die nach dem Endspiel wieder außer Kraft tritt.

– MÜNCHEN: Zumindest mit dem Ort der Übertragung knüpft der Olympiapark an das Sommermärchen vor zehn Jahren an. Wie zur WM 2006 werden die ersten beiden Deutschland-Spiele auf einer Videowand auf Pontons im Olympiasee übertragen. Alle weiteren Spiele mit deutscher Beteiligung sind im Olympiastadion zu sehen. Der Eintritt kostet jeweils acht Euro für Erwachsene. Besonders stark möchte die Polizei in München gegen das Zünden von Pyrotechnik vorgehen. «Wir werden sehr streng kontrollieren», kündigt Polizeisprecher Gottfried Schlicht an. «Die Böller können leicht eine Massenpanik auslösen, weil alle an Paris oder Brüssel denken.»

– NÜRNBERG: In der Nürnberger Arena gibt es dieses Jahr zum ersten Mal ein Public Viewing. Von den unteren Rängen aus können Besucher das Spiel auf dem Videowürfel im Stadion verfolgen. Hier werden alle Deutschland- und Türkei-Spiele übertragen, außerdem das Halbfinale und das Finale. Der Eintritt ist frei. Außerdem werden auf dem Flughafengelände wieder Fans zusammenkommen, um gemeinsam bei der Europameisterschaft mitzufiebern. Wie schon im Jahr 2014 wird es Zugangskontrollen geben. «Die Polizei hat ihre Mitarbeiter vor dem Hintergrund der Anschläge in Brüssel und Paris zusätzlich sensibilisiert», sagt Katrin Kurr von der Stadtverwaltung.

– AUGSBURG: In Augsburg verbindet sich variationsreiches Essen mit Fußballgucken auf dem Gögginger Festplatz. Hinter dem Titel «Paradiso» verbirgt sich eine Mischung aus Street-Food-Markt und Public Viewing. Für die Deutschland-Spiele gibt es limitierte Eintrittskarten. «Wir befürchten, dass sonst zu viele Menschen kommen», sagt Veranstalter Daniel Debus. Der Eintritt kostet drei Euro, ein Getränk inklusive. Wenn die deutsche Mannschaft nicht spielt, können Besucher kostenlos den Street-Food-Markt besuchen und die anderen Fußball-Begegnungen verfolgen.

– INGOLSTADT: Public Viewing bei Strandatmosphäre gibt es im Spaßbad Wonnemar in Ingolstadt. Der Eintritt ist kostenlos. Noch nicht ganz fest steht, ob die Spiele auch auf dem Volksfestplatz übertragen werden. Eventuell bleibt nach dem Volksfest zu diesem Zweck ein Festzelt aufgebaut. Schon mehrmals wurden Fußballmeisterschaften auf dem Rathausplatz übertragen. Dort ist in diesem Jahr jedoch kein gemeinsames Fußballgucken geplant. «Die Kosten, die für die Sicherheit zu tragen gewesen wären, waren dem Veranstalter zu hoch», erläutert Gerd Treffer, Pressesprecher der Stadt.

– REGENSBURG: In Regensburg kommen die Fans zum Fußballgucken in der Donau-Arena zusammen. Dort werden alle Deutschland-Spiele übertragen. Die Tickets kosten zwischen sechs und neun Euro. Außergewöhnliche Sicherheitsmaßnahmen hat die Polizei bisher nicht vorgesehen, stellt sich aber auf die Massenveranstaltung ein: «Wir haben das Public Viewing ganz klar im Blick, aufgrund der jüngsten Vorfälle und aufgrund der Tatsache, dass sich viele Menschen versammeln werden», sagt Stefan Hartl, einer der Pressesprecher der Polizei Oberpfalz.

 

So schön (oder dramatisch) kann Public Viewing sein: Wir haben zur WM in Brasilien ein solches Event begleitet- und zwar mit Fans der Mannschaft aus Brasilien, die gegen Deutschland im Halbfinale eine historische Niederlage einstecken musste!

 

dpa

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