Fr., 03.04.2020 , 15:49 Uhr

Bayern verschiebt Mediziner-Examen auf 2021

Wegen der Corona-Infektionen wird das Zweite Staatsexamen für Medizinstudierende auf 2021 verschoben. «Bayern setzt damit eine Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums um. Klar ist: Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Aber es gibt wichtige Gründe für die Verschiebung – vor allem mit Blick auf das Infektionsrisiko», sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Freitag in München. Auch ohne das Zweite Staatsexamen könnten sich die Medizinstudenten sofort in der Gesundheitsversorgung einbringen und gleichzeitig ihr Studium fortsetzen.

«Es ist mir bewusst, dass wir den Studentinnen und Studenten damit viel abverlangen. Sie haben sich monatelang auf die Prüfungen vorbereitet und stehen in den Startlöchern», betonte Huml. Sie hoffe aber auf das Verständnis von allen Beteiligten. «Mit dieser Regelung können wir die Prüflinge und aufsichtführenden Personen in der aktuellen Situation schützen und sorgen gleichzeitig dafür, dass die Ausbildung unseres Nachwuchses nicht von Covid-19 gebremst wird.»

dpa

 

Die Mitteilung des Ministeriums

Angesichts der Corona-Pandemie wird der Zweite Abschnitt der Ärztlichen Prüfung auf das nächste Jahr verschoben. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hingewiesen. Huml betonte am Freitag in München: „Bayern setzt damit eine Verordnung des  Bundesgesundheitsministeriums um. Klar ist: Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Aber es gibt wichtige Gründe für die Verschiebung – vor allem mit Blick auf das Infektionsrisiko.“

Die Ministerin hob hervor: „Klar ist aber: Medizinstudierende in Bayern sollen sich angesichts der Corona-Pandemie auch ohne das Zweite Staatsexamen sofort in der Gesundheitsversorgung einbringen und gleichzeitig ihr Studium erfolgreich fortsetzen können. Durch den unmittelbaren Start in das Praktische Jahr leisten sie so schon vor dem eigentlichen Start in das Berufsleben als Ärztin oder Arzt einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung des neuartigen Coronavirus.“

Huml, die selbst approbierte Ärztin ist, ergänzte: „Es ist mir bewusst, dass wir den Studentinnen und Studenten damit viel abverlangen. Sie haben sich monatelang auf die Prüfungen vorbereitet und stehen in den Startlöchern. Ich hoffe aber auf das Verständnis von allen Beteiligten. Mit dieser Regelung können wir die Prüflinge und aufsichtführenden Personen in der aktuellen Situation schützen und sorgen gleichzeitig dafür, dass die Ausbildung unseres Nachwuchses nicht von Covid-19 gebremst wird.“

Die Ministerin unterstrich: „Schon jetzt verdient der engagierte Einsatz der Medizinstudierenden gegen die Corona-Pandemie große Anerkennung. Allein zur Unterstützung der örtlichen Gesundheitsämter haben sich 450 Studentinnen und Studenten gemeldet. Auch beim Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) sind bereits 50 Studierende in der Coronavirus-Hotline tätig. Ferner werden voraussichtlich ab nächster Woche weitere 80 Studierende in Bayern bei der telefonischen Befragung von Covid-19-Infizierten und deren Kontaktpersonen eingesetzt. Diese hatten sich über eine bundesweite Ausschreibung des Robert Koch-Instituts beworben.“

Sehr erfolgreich gestartet ist auch der gemeinsame Aufruf der Ministerin mit der Bayerischen Landesärztekammer an Medizinstudierende und alle Mediziner, die derzeit nicht in medizinische Versorgungsstrukturen eingebunden sind. Dort haben sich bislang über 294 Medizinstudierende für einen freiwilligen Einsatz gemeldet.

Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

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