Mi., 17.01.2024 , 12:09 Uhr

Bayern: Verpackungsaufkommen auf neuem Höchststand

Das Aufkommen von Verpackungsmüll hat in Europa trotz gesetzlicher Regulierung weiter zugenommen und in Deutschland einen neuen Höchststand erreicht. Dies bedeutet eine nicht unerhebliche Vergeudung von Energie und Rohstoffen, denn je kürzer die Nutzung, desto schlechter die Ökobilanz.

Der VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB) appelliert an die Verbraucher*innen, durch gezielten Einkauf verpackungsarmer Produkte und den Einsatz von Mehrwegsystemen Müll zu vermeiden.

Häufig landen Verpackungen schon nach sehr kurzer Gebrauchsdauer in gelben Tonnen oder Säcken, Altglascontainern und Altpapiertonnen. Sowohl die Produktion als auch der Transport und die Entsorgung belasten die Umwelt. Eine Verlängerung der Gebrauchsdauer hingegen schont Ressourcen. Inzwischen sind in vielen Bereichen, nicht nur bei Getränken, Mehrwegangebote auf dem Markt.

Greifen Sie zu frischen, unverarbeiteten Lebensmitteln, hier ist der Verpackungsaufwand am geringsten

empfiehlt Stephanie Ertl, Umweltreferentin des VSB. „Mitgebrachte, langlebige Behälter, Tragetaschen, Beutel, Brotzeitboxen und Getränkeflaschen haben eines gemeinsam: Je öfter sie genutzt werden, desto besser ist ihre Umweltbilanz. Nutzen Sie neben Getränken in Mehrwegflaschen auch andere Pfandsysteme zum Beispiel für Takeaway-Essen“.

Auch die Gesetzgeber versuchen, regulierend einzugreifen, eine Produktverantwortung für Hersteller unter anderem im neuen Einwegkunststofffondsgesetz zu regeln und Kreisläufe zu schließen. Die Hersteller zahlen zukünftig in einen Fonds ein, um die Kosten für die Beseitigung des Mülls in der Umwelt (Littering) zu tragen.

Auf europäischer Ebene geht es aktuell um eine neue EU-Verpackungsverordnung. Höhere Recyclingquoten erlagen größere Priorität und schreiben mehr Wiederverwendung und Wiederverwertung vor. Das stärkt die Mehrwegsysteme. Verpackungen, die nicht recyclefähig für die stoffliche Verwertung sind, sollen bis 2030 der Vergangenheit angehören.

Weiterführende Information zu diesem Thema im Beitrag Wege aus der Verpackungsflut

 

PM

 

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