Di., 29.10.2024 , 08:18 Uhr

Bayern: Urnenbeisetzungen überwiegen in Städten - auch in Regensburg

Der Trend zur Urnenbeisetzung ist in Bayerns Städten ungebrochen. Beispiel München: Nur etwa knapp 30 Prozent der Verstorbenen werden noch in Särgen beerdigt.

In bayerischen Städten bleibt der Trend zur Urnenbeisetzung ungebrochen. Auf den städtischen Friedhöfen in München wurden im letzten Jahr 8.864 Urnenbeisetzungen und nur 3.104 Erdbestattungen verzeichnet. Auch 2023 liegt bis September der Anteil der Urnenbeisetzungen bei 71 Prozent. Ähnliche Entwicklungen zeigt sich in Nürnberg, Würzburg und Augsburg.

 

Hoher Anteil an Urnenbeisetzungen in bayerischen Städten

Auf den städtischen Friedhöfen in Nürnberg machten Erdbestattungen 2023 lediglich 21,5 Prozent aus. Die restlichen Bestattungen erfolgten in Urnen. Armin Hoffmann, Leiter der Friedhofsverwaltung Nürnberg, betont, dass auf kirchlichen Friedhöfen die Quote der Erdbestattungen tendenziell höher ist.

In Würzburg wurden im vergangenen Jahr 992 Urnenbestattungen und nur 349 Erdbestattungen gezählt. In den ersten zehn Monaten von 2023 meldete die Stadt bereits 844 Urnen- und 257 Erdbestattungen.

 

Anteil an Urnenbeisetzungen in Regensburg bei 82 Prozent

Der Anteil an Urnenbeisetzungen auf den städtischen Friedhöfen in Regensburg lag im Vorjahr bei 82 Prozent. In Rosenheim wurden bis zum 22. Oktober 254 Urnen- und 91 Sargbestattungen durchgeführt. Auch in Augsburg zeigt sich dieser Trend: Hier standen 1.638 Urnenbeisetzungen rund 670 Erdbestattungen gegenüber. Die Statistiken der Stadt zeigen eine klare Tendenz: Die Zahl der Sargbestattungen sinkt, während Urnenbeisetzungen zunehmen.

 

Gründe für die Beliebtheit der Urnenbeisetzung

Der bayerische Bestatterverband nennt mehrere Gründe für den Wandel. Die gestiegene Mobilität der Menschen und der oft geringere Pflegeaufwand für Urnengräber spielen eine Rolle. Zudem sind Erdbestattungen in der Regel teurer.

Seit 1963 sind Urnenbestattungen für Katholikinnen und Katholiken erlaubt. Allerdings betont der Vatikan seit Ende 2023, dass das Verstreuen der Asche nicht mit katholischem Glauben vereinbar sei. Zum Feiertag Allerheiligen am 1. November werden traditionell die Gräber gesegnet.

dpa / MF

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