Sa., 30.05.2020 , 08:28 Uhr

Bayern unterstützt Krankenhäuser bei der Rückkehr in den Regelbetrieb

Mindestens 15 Prozent der Kapazitäten bleiben für Coronavirus-Patienten reserviert - die Krankenhäuser können Anträge bei den Regierungen stellen. Bayerns Gesundheitsministerium unterstützt die Krankenhäuser bei der Rückkehr in den Regelbetrieb. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml betonte am Samstag in München: „Die bayerischen Krankenhäuser haben bei der Corona-Pandemie enorme Herausforderungen bewältigt. Umso wichtiger ist, dass nun schrittweise zur Normalität im Krankenhausbetrieb zurückgekehrt werden kann.“ 

Huml verwies darauf, dass seit dem 9. Mai wieder planbare Behandlungen in bayerischen Krankenhäusern möglich sind. Dabei gilt grundsätzlich, dass 30 Prozent der Intensivkapazitäten mit Möglichkeit zur invasiven Beatmung und 25 Prozent der Normalkapazitäten für die Behandlung von COVID-19-Erkrankten zur Verfügung stehen.

Die Ministerin hob hervor: „Diese Regeln haben wir jedoch bewusst flexibel ausgestaltet, weil wir wissen, dass es regional unterschiedliche Bedarfe gibt. Die Untergrenze bleibt aber bei 15 Prozent der Kapazitäten (Intensiv- und Normalbetten). Diese müssen in jedem Fall für die Behandlung von COVID-19-Patienten zur Verfügung stehen. Das heißt: 85 Prozent der Kapazitäten können wieder vollständig genutzt werden.“

Anträge auf Reduzierung der Vorhaltepflicht können bei der jeweils örtlich zuständigen Regierung gestellt werden. Huml erläuterte: „Die Regierungen können mit unserer Zustimmung bereits jetzt auf Antrag von Kliniken jederzeit Änderungen dieser Vorhaltepflicht gestatten oder aber – im Fall einer Verschlechterung des Infektionsgeschehens – wieder umfangreichere Vorhaltepflichten anordnen. Konkret hat bereits eine ganze Reihe einzelner Krankenhäuser diese Erleichterungen in Anspruch genommen, andererseits musste manche Regierung wegen lokaler Infektionsgeschehen und der damit verbundenen Auslastungszahlen aber auch bereits Anträge ablehnen.“

Die Ministerin unterstrich: „In der derzeitigen Situation müssen wir wachsam sein, um nichtvorschnell die Erfolge der bisherigen Vorgehensweise zu gefährden. Die Entscheidung, ob und wann eine vollständige Rückkehr in den Regelbetrieb der Krankenhäuser möglich sein wird, müssen wir immer von der Entwicklung der Infektionszahlen abhängig machen.“

Huml ergänzte: „Ich bin zuversichtlich, dass die bayerischen Krankenhäuser diese enorme Herausforderung durch die Pandemie meistern werden. Vor allem die für die Patientensteuerung im Pandemiefall neu geschaffenen Organisationsstrukturen vor Ort haben sich bewährt.“

Die Ministerin betonte: „Ich danke allen Beteiligten in den Kliniken, den anderen stationären Einrichtungen und den Ärztlichen Leitern in den Führungsgruppen Katastrophenschutz für ihr herausragendes Engagement in den vergangenen Wochen.“

Mitteilung Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege/MF

 

Aktuelle Videos zum Thema

Corona-Solidarität: UKR dankt Unterstützern
Das Universitätsklinikum Regensburg bedankt sich für die enorme Unterstützung und Solidarität in der Krise. Laut UKR hätten viele Unternehmen, aber zum Beispiel Vereine und Privatpersonen geholfen und Desinfektionsmittel, Schutzkittel und Mund-Nasen-Schutz zur Verfügung gestellt. Ein besonderer Dank des UKR gilt auch den rund 400 Studierenden der Uni Regensburg, die sich freiwillig zum Beispiel bei Testanalyse oder der Telefonhotline engagiert haben.
Corona in Ostbayern: Mehrere Infektionen an Regensburger Schulen
In den vergangenen Tagen ist bekannt geworden, dass es in Regensburg zahlreiche Neuinfektionen gegeben hat. Trotz der vielen Fälle gibt es in der Stadt keine Rückkehr zu den Corona-Beschränkungen. Die Infektionen sind nur auf einzelne Orte begrenzt. Erst vor kurzem war ein Fall an der Sankt-Wolfang Mittelschule bekannt geworden. Aber auch noch weitere Schüler haben sich angesteckt.

 

Weitere Meldungen zum Thema

13.07.2025 Roding: Unberechtigt auf Dachboden genächtigt In Roding wurde am 13. Juli ein 59-Jähriger auf dem Dachboden eines Mehrfamilienhauses beim unbefugten Nächtigen angetroffen, festgenommen und nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wieder entlassen – ihn erwartet nun eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs. 26.01.2025 Regensburg: Tödlicher Verkehrsunfall auf der A3 Auf der A3 bei Regensburg kam es heute in den frühen Morgenstunden zu einem schweren Verkehrsunfall mit einem Toten und mehreren Verletzten. 24.01.2025 Bayern: Laut Gerlach gut für künftige Pandemien gewappnet Fünf Jahre nach der ersten bestätigten Corona-Infektion zieht Bayerns Gesundheitsministerin eine positive Bilanz der daraus gezogenen Konsequenzen - anders als Jens Spahn. 12.12.2024 Regensburg: Einbruch in Juweliergeschäft – Zeugen gesucht In Regensburg wurden bei einem Einbruch in ein Juweliergeschäft über 80 Schmuckstücke gestohlen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet die Bevölkerung um Hinweise. 01.12.2024 Oberhinkofen: Drei Verletzte nach Frontalzusammenstoß Am Samstag, den 30. November 2024, ereignete sich gegen 13:15 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall in Oberhinkofen, Gemeinde Obertraubling, bei dem drei Menschen verletzt wurden. Der Unfall geschah auf der Kreisstraße R19 kurz hinter dem Ortsausgang. Unfallhergang Ein 91-jähriger Autofahrer aus dem Landkreis Regensburg war in Richtung Regensburg unterwegs, als er aus bislang ungeklärter Ursache auf 31.10.2024 Bayern: 16.500 Firmen verpassen Frist für Corona-Hilfen-Abrechnung Rund 16.500 bayerische Unternehmen haben trotz einer zusätzlichen einjährigen Frist keine Schlussabrechnung für die Corona-Hilfen des Bundes eingereicht. Dies gab die Industrie- und Handelskammer (IHK) München und Oberbayern bekannt. Betroffene Unternehmen sind nun verpflichtet, den gesamten Corona-Zuschuss plus Zinsen zurückzuzahlen. Firmen, die jedoch eine Fristverlängerung beantragt haben, können ihre Abrechnung im Rahmen eines Anhörungsverfahrens bis

Das könnte Dich auch interessieren

06.03.2026 Heute Abend im Programm 05.03.2026 Weiden i.d. Opf.: Prozess um Gift in Champagnerflasche dauert länger Eine Flasche, gefüllt mit Drogen statt Schampus: Der Gerichtsprozess um eine tödlich geendete Feier in Weiden geht noch nicht zu Ende. 04.03.2026 Eisbären Regensburg verlängern mit Co- und Torwarttrainer Die Pressemitteilung: Mit dieser Entscheidung stärkt der Klub gezielt die sportliche Struktur hinter der Mannschaft. Beide Trainer arbeiten eng mit Headcoach Peter Flache zusammen und haben in der laufenden Spielzeit maßgeblich zur Stabilisierung und Weiterentwicklung des Teams beigetragen. Geschäftsführer Peter Holmgren erklärt: „Hugo und Joey leisten zusammen mit Peter hervorragende Arbeit. Sie bringen Professionalität, Verlässlichkeit 04.03.2026 VR Bank Niederbayern-Oberpfalz unterstützt drei Vereine VR Bank Niederbayern-Oberpfalz eG unterstützte im Rahmen einer Mitgliederabstimmung drei weitere Vereine: VKKK Ostbayern e.V., Strohhalm Regensburg e.V. und das Projekt Shining Souls des FFGO e.V.