Der Freistaat Bayern stellt im Jahr 2026 über 1,3 Milliarden Euro für kommunale Hochbaumaßnahmen bereit. Von der Förderung profitieren mehr als 1.700 Projekte in ganz Bayern – insbesondere an öffentlichen Schulen und Kindertageseinrichtungen.
Wie Finanz- und Heimatminister Albert Füracker bei der Bekanntgabe der staatlichen Zuweisungen erklärte, liegt der Schwerpunkt klar auf Bildung und Betreuung.
„2026 unterstützt der Freistaat Bayern seine Kommunen bei ihren Baumaßnahmen insbesondere an öffentlichen Schulen und Kindertageseinrichtungen mit Fördermitteln von über 1,3 Milliarden Euro – davon profitieren insgesamt über 1.700 Projekte in ganz Bayern. Gut ausgestattete Schulen und moderne Kitas sind nicht nur Gebäude – sie sind Orte der Gemeinschaft und Investitionen in Bildung. Unser Ziel ist es, die Infrastruktur insbesondere im Bildungs- und Betreuungsbereich weiter zu verbessern und so die Lebensqualität vor Ort zu steigern“, so Füracker.
Neben der Unterstützung der Kommunen sieht Füracker in den Investitionen auch ein wirtschaftliches Signal in schwierigen Zeiten.
„Internationale Konflikte, anhaltende schwache Konjunktur und angespannte öffentliche Haushalte stellen Deutschlands und auch Bayerns Finanzpolitik auf allen Ebenen vor erhebliche Herausforderungen. Mit der Förderung kommunaler Hochbaumaßnahmen vereinen wir mehrere positive Aspekte. Wir unterstützen unsere Kommunen finanziell und kurbeln gleichzeitig unsere Wirtschaft durch neue Bauprojekte an – das ist doppelt gut investiertes Geld gegen die Krise!“, so Füracker weiter.
Die Förderung kommunaler Hochbaumaßnahmen ist ein wichtiger Bestandteil des kommunalen Finanzausgleichs. Sie ermöglicht es Städten und Gemeinden, Investitionen vor allem in Schulen und Kindertageseinrichtungen zu finanzieren.
Angesichts steigender sozialer Ausgaben stehen viele Kommunen unter erheblichem Druck. Dennoch verweist Füracker auf die vergleichsweise stabile Lage in Bayern.
„Die aktuell schwierigen Umstände betreffen auch unsere Kommunen – sie sind insbesondere durch stark steigende soziale Ausgaben massiv belastet. Dennoch stehen unsere bayerischen Kommunen im Vergleich zu den anderen Ländern deutlich besser dar: Sie haben seit Jahren die mit Abstand höchste Investitionsquote im Ländervergleich und haben gleichzeitig eine vergleichsweise niedrige Verschuldung. Unser Appell bleibt: Der Bund ist in der Verantwortung – er muss die Kommunen durch die Anpassung von Strukturen und Standards auf der Ausgabenseite deutlich entlasten!“, betont Füracker.
Insgesamt umfasst der kommunale Finanzausgleich 2026 rund 12,83 Milliarden Euro – trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Damit gehen etwa 30 Prozent des bayerischen Gesamthaushalts an die Kommunen.
Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium der Finanzen und für Heimat / MF