Do., 22.09.2022 , 08:10 Uhr

Bayern: Kräftige Strompreiserhöhungen vor der Tür

Nach Erdgas wird auch Strom für viele Bürger sehr viel teurer werden. In Augsburg und Ingolstadt werden die Stadtwerke ihre Strompreise zum 1. Oktober erhöhen, der Fürther Energieversorger Infra plant nach derzeitigem Stand zum 1. Januar höhere Preise.

In München, Nürnberg und Würzburg stellen die kommunalen Unternehmen Erhöhungen ohne konkretes Datum in Aussicht. Zurückhaltend äußerten sich die Regensburger Stadtwerke, die eine Preiserhöhung jedoch ebenfalls nicht ausschließen. Das hat eine Umfrage unter den Versorgungsunternehmen der sieben größten bayerischen Städte ergeben.

Derzeit liegen die Preise der Standardtarife vielerorts noch deutlich unter 30 Cent je Kilowattstunde. In Regensburg etwas sind es 25,51 Cent brutto bei einem Jahresverbrauch unter 3500 Kilowattstunden, in Nürnberg im meistgewählten Tarif 23,49 Cent. Mehrere Unternehmen verweisen darauf, dass sie gestiegene Einkaufspreise an die Kundinnen und Kunden weitergeben müssen.

«Nicht zuletzt aufgrund des andauernden Kriegs in der Ukraine ist keine Entspannung auf den Märkten zu erwarten», sagte ein Sprecher der Stadtwerke München (SWM). «Dies betrifft vor allem Erdgas, in der Folge aber auch Strom, da dieser in Deutschland zu rund 15 Prozent mit Erdgas erzeugt wird.» Die Nürnberger N-Ergie geht ebenso davon aus, dass die Strompreise in Bayerns zweitgrößter Stadt steigen werden. «Der Zeitpunkt und die exakte Höhe sind aus heutiger Sicht allerdings noch offen.»

dpa

 

Ein Teil unserer Berichterstattung zum Thema Energiekrise

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