Do., 31.10.2024 , 15:58 Uhr

Bayern: Stimmung im Handwerk gesunken

Die regelmäßige Konjunkturumfrage im bayerischen Handwerk zeigt aktuell eine schlechtere Stimmung. Zumindest die Aussichten sind aber nicht mehr ganz so düster.

Die Konjunkturumfrage im bayerischen Handwerk zeigt eine weitere Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage im dritten Quartal, jedoch sind die Aussichten leicht verbessert.

Verschlechterte Lageeinschätzung im Handwerk

Die Stimmung im bayerischen Handwerk bleibt gedämpft. Nur noch 38 Prozent der Betriebe bewerten ihre aktuelle Lage als gut, was einen Rückgang um drei Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Zugleich stieg der Anteil der Betriebe mit einer schlechten Einschätzung auf 20 Prozent, vier Punkte mehr als vor einem Jahr. Solch ein hoher negativer Wert wurde in den zehn Jahren vor der Corona-Pandemie nicht verzeichnet, hier lag er stets unter 15 Prozent.

Unterschiedliche Auswirkungen je nach Handwerksbereich

Nicht alle Handwerksbereiche sind gleichermaßen betroffen. Vor allem Betriebe für den privaten Bedarf berichten von einer positiven Lageentwicklung im Vergleich zum Vorjahr. Deutliche Verschlechterungen verzeichnen hingegen Betriebe im Bereich Ausbau und im gewerblichen Bedarf.

Zukunftsaussichten weiter negativ

Die Aussichten der Handwerksbetriebe bleiben eher düster. Nur 10 Prozent der Befragten erwarten eine Verbesserung in den kommenden Monaten, während 24 Prozent eine weitere Verschlechterung befürchten. Positiv zu vermerken ist jedoch ein leichter Anstieg der Optimisten um zwei Prozentpunkte.

Ursachen für die Krise und Auswirkungen auf Beschäftigung

Hohe Energie- und Rohstoffpreise sowie steigende Zinsen, insbesondere als Folgen des Ukrainekriegs, belasten das Handwerk weiterhin, erklärte Franz Xaver Peteranderl, Präsident des Bayerischen Handwerkstags. Die Investitionsbereitschaft bleibt gering, und ein erhoffter Anstieg im Konsum blieb aus. Auch die Beschäftigungszahlen sind rückläufig: Im September arbeiteten noch 967.500 Menschen im bayerischen Handwerk, rund 9700 weniger als im Vorjahr.

dpa / MF

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