Mo., 23.02.2026 , 13:59 Uhr

Bayern: Steigende Wasserstände – Flüsse und Bäche treten über die Ufer

Der anhaltende Regen und die einsetzende Schneeschmelze sorgen in Bayern für steigende Wasserstände. Auch in unserer Region sind bereits mehrere Gebiete von Hochwasser betroffen.

Vor allem in den Regionen rund um den Bayerischen Wald und das Fichtelgebirge treten Flüsse und Bäche teils über die Ufer. Während vielerorts nur Wiesen und Felder betroffen sind, könnten mancherorts auch Keller und Häuser überflutet werden.

Noch ist der Höchststand nicht überall erreicht. Der Hochwassernachrichtendienst rechnet jedoch damit, dass die Pegelstände ab Mittwoch wieder sinken, sobald sich das Wetter bayernweit beruhigt und es trockener wird.

Viel Wasser in Franken und der Oberpfalz

Besonders angespannt ist die Lage in den fränkischen Regierungsbezirken sowie in der Oberpfalz. Für Südbayern ist die Entwicklung noch nicht abschließend absehbar, sie wird weiterhin beobachtet.

Im Einzugsgebiet des oberen Main in Oberfranken sind leichte Ausuferungen möglich. Am Weißen Main bei Bad Berneck sowie an der Steinach in Neustadt bei Coburg wurde der Scheitel in Meldestufe 3 erreicht. Auch in Ködnitz nähern sich die Wasserstände dieser Marke.

Scheitel teils erst in der Nacht erwartet

In Mittelfranken könnten neben landwirtschaftlichen Flächen auch Straßen unter Wasser stehen. Ähnlich ist die Situation an der unteren Wörnitz in Schwaben.

Von Cham bis Nittenau in der Oberpfalz werden die höchsten Wasserstände erst im Laufe der Nacht und am Dienstag erwartet. Auch hier ist Meldestufe 3 von 4 möglich. Mit weiterem Regen in Südbayern könnten zudem einzelne südliche Zuflüsse zur Donau über die Ufer treten – etwa im Raum Donauwörth.

Bei Meldestufe 3 können einzelne bebaute Grundstücke oder Keller überflutet sein. Meldestufe 4 bedeutet, dass größere bebaute Gebiete unter Wasser stehen können.

Hochwasserwarnung auch für Raum Regensburg

In Regensburg könnte die Donau bis Mittwoch Meldestufe 2 erreichen. Betroffen ist der Pegel bei der Eisernen Brücke, an dem die Marke von 4,50 Metern überschritten werden könnte. Erst für Mittwoch wird mit einem Rückgang der Wasserstände gerechnet. Auch für den Landkreis Regensburg gilt eine Hochwasserwarnung.

Erste Sperrungen im Landkreis Kelheim

Auch wenn im Landkreis Kelheim der Donaustand noch nicht bedenklich ist, ist das Wasser bereits über die Ufer getreten. Deshalb wurden heute bereits das Klösterlweg und der Parkplatz in Weltenburg gesperrt.

 

Kräftiger Regen und Schnee am Alpenrand

In der Nacht zum Dienstag soll es weiter regnen, im Süden teils kräftig. Besonders am östlichen Alpenrand werden 30 bis örtlich 50 Liter pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden erwartet. Ab mittleren Lagen kann es laut Deutschem Wetterdienst (DWD) auch mäßig bis stark schneien.

Auch am Dienstag bleibt es in vielen Regionen nass – mit Ausnahme vom Bodensee und dem Allgäu. Die Temperaturen liegen zwischen 7 Grad im Bayerischen Wald und 15 Grad am Untermain und am Bodensee.

Frühlingshafte Aussichten am Mittwoch

Am Mittwoch könnte sich die Lage deutlich entspannen. Nach Hochnebel setzt sich laut DWD am Nachmittag die Sonne durch. In Schwaben und Oberbayern scheint sie teilweise von früh bis spät.

Die Temperaturen steigen auf 12 bis 17 Grad – und sorgen nach den nassen Tagen für erste echte Frühlingsgefühle in Bayern.

dpa / MF / JM

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