Mo., 03.03.2025 , 08:15 Uhr

Bayern: Städte kämpfen gegen den Müll in Parks und Grünanlagen

Wenn es wieder wärmer wird, werden auch die öffentlichen Parks und Grünflächen wieder voller. Doch dabei sammelt sich auch jede Menge Müll an.

In bayerischen Großstädten wächst das Problem mit Müll in Parks und Grünanlagen. Die Abfallmengen haben in den vergangenen Jahren teils stark zugenommen. Städte wie Würzburg, München, Augsburg, Nürnberg und Regensburg setzen daher auf größere Abfalleimer, Reinigungsaktionen und Mehrweg-Kampagnen, um der Vermüllung entgegenzuwirken.

Würzburg: Müllmenge seit 2006 verdoppelt

Besonders betroffen ist Würzburg. Laut Stadtverwaltung hat sich die Menge an Müll in den öffentlichen Grünflächen seit 2006 mehr als verdoppelt. Damals fielen noch 87 Tonnen pro Jahr an, inzwischen sind es fast 200 Tonnen jährlich. Besonders die Grünanlagen am Main werden intensiv genutzt, seit sie während der Corona-Pandemie für viele Bürger zum „zweiten Wohnzimmer“ geworden sind. Um das städtische Gartenamt zu entlasten, wurden externe Firmen mit der Müllbeseitigung beauftragt.

München: Bis zu vier Tonnen Müll pro Wochenende

Auch München kämpft mit wachsenden Müllmengen, besonders entlang der Isar. Zwar verhalten sich viele der Erholungssuchenden rücksichtsvoll, doch vor allem an warmen Wochenenden fallen im Sommer bis zu vier Tonnen Müll an. Ein großes Problem sind To-Go-Verpackungen, die die Abfallbehälter schnell überfüllen.

Augsburg: Intelligente Mülleimer im Einsatz

Die Stadt Augsburg setzt auf sogenannte „Abfallhaie“ – Mülleimer mit Sensoren, die melden, wenn sie geleert werden müssen. 16 dieser Abfallbehälter sind bereits aufgestellt, sechs davon mit einer Pressfunktion, die das Fassungsvermögen auf bis zu 800 Liter erhöht. Im vergangenen Jahr sammelten sich in den Augsburger Abfalleimern über 1.000 Tonnen Müll – ein deutlicher Anstieg gegenüber 2022, als es noch knapp 630 Tonnen waren.

Nürnberg: Neue Müllbehälter gegen überfüllte Papierkörbe

Auch Nürnberg setzt auf größere Müllbehälter und ersetzt in diesem Jahr rund 120 alte Modelle. Die bisherigen Papierkörbe seien oft überfordert – schon zwei oder drei Pizzakartons können einen Behälter verstopfen.

Regensburg: Spezielle Sammelständer für Pizzakartons

Die Stadt Regensburg hat sich ebenfalls dem Problem der Pizzakartons angenommen und spezielle Sammelständer dafür aufgestellt. Zudem setzt die Stadt – wie viele andere bayerische Städte – auf Mehrweg-Kampagnen, um Müll nicht nur zu entsorgen, sondern schon im Vorfeld zu vermeiden.

dpa / MF

Foto: Symbolbild

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