Mi., 20.09.2017 , 13:17 Uhr

SPD: Integrationsgesetz ist wirkungsloser Populismus

Das seit Anfang des Jahres gültige bayerische Integrationsgesetz der Staatsregierung wird in der Praxis nicht angewandt. Dies geht aus zwei parlamentarischen Anfragen der SPD im Landtag hervor, die am Mittwoch in München vorgestellt wurden. «Die Regeln finden ausnahmslos keine Anwendung. Das zeigt: Das gesamte Gesetz ist eine schädliche Symbolpolitik auf Rücken der Migranten und schadet dem Zusammenhalt der Gesellschaft», sagte SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher.

Monatelang habe die CSU bis zur Verabschiedung des Gesetzes ein «düsteres Bild von nicht integrationswilligen Migranten gezeichnet». Nun zeige die Nichtanwendung, dass das Gesetz und die Debatte «rein wahlkampfstrategisch motiviert gewesen» seien, betonte Rinderspacher. «Der politische Schaden durch das Gesetz ist immens, Bevölkerungsgruppen im Land wurden gegeneinander in Stellung gebracht, am Ende für nichts, für ein Gesetz, das nicht angewendet wird. Das ist ein Konjunkturprogramm für den Populismus und die AfD.»

Das Integrationsgesetz ist seit Januar inkraft. Unter anderem gelten seither folgende Regelungen: Migranten, die sich dem Erlernen der deutschen Sprache verweigern, müssen mit Sanktionen rechnen. Wer die deutsche Rechts- und Werteordnung missachtet, muss zudem an einem «Grundkurs» darüber teilnehmen – wenn er kein Bußgeld riskieren will. Als besonders umstritten gilt auch die in der Präambel am Anfang des Gesetzes verankerte «Leitkultur».

 

Foto: Archiv

dpa/MF

Das könnte Dich auch interessieren

29.04.2026 Ostbayern: Rund eine Million Euro aus dem Kulturfonds Bayern für 29 Projekte Mit rund fünf Millionen Euro fördert der Freistaat Bayern im Jahr 2026 insgesamt 133 Kunst- und Kulturprojekte im ganzen Land. 29 Projekte in Ostbayern erhalten dabei zusammen rund eine Million Euro aus dem Kulturfonds Bayern. Kunstminister Markus Blume gab die Förderentscheidungen jetzt in München bekannt. Er betonte: „Kulturfonds Bayern – seit 1996 die Adresse für 29.04.2026 Bayern: Rettungshubschrauber dürfen künftig länger fliegen Bayerns Rettungshubschrauber dürfen künftig am Abend länger zu Einsätzen starten. Das hat das Kabinett beschlossen. Hintergrund sind unter anderem Veränderungen in der Krankenhausstruktur im Freistaat. Innenminister Joachim Herrmann erklärte, dass an den Standorten Bayreuth, Ochsenfurt, Ingolstadt, Kempten und Suben in Österreich die Betriebszeiten ausgeweitet werden. «An den Standorten Bayreuth, Ochsenfurt, Ingolstadt, Kempten und Suben in 27.04.2026 Landkreis Regensburg: Langjährige Bürgermeister im Landratsamt verabschiedet Landrätin Tanja Schweiger würdigte das Engagement der scheidenden Gemeindeoberhäupter und dankte für die enge Zusammenarbeit auf Landkreisebene. Langjährige Bürgermeister verabschiedet Verabschiedet wurden Herbert Heidingsfelder (Gemeinde Alteglofsheim), Hans Thiel (Gemeinde Barbing), Irmgard Sauerer (Gemeinde Brennberg), Diethard Eichhammer (Gemeinde Deuerling), Jürgen Sommer (Markt Donaustauf), Thomas Eichenseher (Gemeinde Duggendorf), Herbert Tischhöfer (Stadt Hemau), Christian Hauner (Markt 27.04.2026 Bayern: 278.000 Menschen mehr – doch nicht überall wächst der Freistaat Das Bayerische Landesamt für Statistik hat zwei neue Bevölkerungsvorausberechnungen veröffentlicht. Die aktualisierte regionalisierte Vorausberechnung reicht bis zum Jahr 2044 und umfasst den Freistaat, die Regierungsbezirke, Landkreise sowie kreisfreien Städte. Zusätzlich liegt mit dem Demographie-Spiegel eine Berechnung bis 2038/2044 für alle 2.056 Gemeinden in Bayern vor. Erstmals wurden dabei auch Daten aus dem Zensus 2022 berücksichtigt.