Do., 13.06.2019 , 16:18 Uhr

Bayern: Schon 690 Borreliose-Fälle dieses Jahr in Bayern

Sie sind nicht nur nervig, sondern können auch schlimme Krankheiten verbreiten: Zecken lauern fast überall im Freistaat. Die Gesundheitsministerin warnt und mahnt zur Impfung. In Bayern stechen die Zecken schon wieder zu: Im Freistaat sind heuer bereits 690 Fälle von Borrelionse gemeldet worden. 

Im Vorjahreszeitraum seien dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) 645 Fälle gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag in München mit.

Gegen die sogenannte Lyme-Borreliose schützt zwar keine Impfung. Die durch Bakterien ausgelöste Krankheit kann aber mit Antibiotika therapiert werden – je früher sie entdeckt wird, desto besser. Frühzeichen einer Infektion mit Borrelien ist dem Ministerium zufolge eine kreisförmige Rötung um die Einstichstelle. «Wenn sie erscheint, muss unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden.» Unerkannte Infektionen können demzufolge weitere Erkrankungen hervorrufen, insbesondere am Nervensystem, den Gelenken und der Haut.

Hingegen gab es in Bayern in diesem Jahr bislang mit 26 Fällen von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) weniger als im gleichen Zeitraum 2017. Gegen diese Virus-Erkrankung, die mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Kopfschmerzen, Erbrechen und Schwindel beginnt und Entzündungen von Gehirn, Hirnhäuten und Rückenmark verursachen kann, gibt es eine Impfung. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) betonte: «Es ist jetzt höchste Zeit für eine Schutzimpfung. FSME ist keine Lappalie.» Vor allem bei älteren Menschen könne sie schwer verlaufen. «Aber auch Kinder sind gefährdet.» Für einen kompletten Impfschutz sind drei Impfungen innerhalb eines Jahres erforderlich.

Seit der Meldepflicht für FSME-Erkrankungen im Jahr 2001 wurden immer mehr Regionen vom Robert Koch-Institut zum Risikogebiet erklärt, wie das Ministerium mitteilte. Das seien 91 von 96 Landkreisen und kreisfreien Städten in Bayern. «Als Nicht-Risikogebiete gelten derzeit die Landkreise Dillingen an der Donau und Fürstenfeldbruck sowie die Städte Augsburg, München und Schweinfurt.» Laut LGL gab es im vergangenen Jahr 224 FSME-Fälle in Bayern, 2017 waren es 234.

Unserer Bericht zu den Zecken:

 

Pressemitteilung dpa

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