Do., 27.05.2021 , 12:33 Uhr

Bayerische Wirtschaft besorgt

Bayern: Rohstoffpreise deutlich gestiegen

Die Corona-Pandemie wirkt sich auch auf die Preise aus. Die Rohstoffpreise für bayerische Firmen sind im ersten Quartal kräftig gestiegen und machen der Industrie Sorgen.

Der auf den Weltmarktpreisen für 42 Materialien beruhende Rohstoffpreisindex der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) stieg im ersten Quartal auf 156,9 Punkte, wie sie am Donnerstag mitteilte. Das sind gut 17 Prozent mehr als im Vorquartal. Seit dem letzten Zwischentief im zweiten Quartal 2020 haben sich Rohstoffe sogar um fast 50 Prozent verteuert.

«Die Rohstoffpreise setzen ihren ungebremsten Höhenflug im ersten Quartal weiter fort», sagte der vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Dies belaste die bayerischen Unternehmen und bremse die Erholung von den Folgen der Corona-Pandemie. Als Grund für die Entwicklung sieht Brossardt unter anderem, dass der Markt nicht schnell genug auf die hohe Nachfrage unter anderem aus Asien reagieren könne.

«Besonders deutliche Preissteigerungen sind zuletzt bei Industriemetallen zu verzeichnen», sagte Brossardt. «Das ist gerade für den im Freistaat starken Automobil- und Maschinenbausektor eine zusätzliche Belastung.» Alleine von Februar auf März dieses Jahres sei der Preis für Lithium um 29 Prozent gestiegen, für Kobalt um knapp 11 Prozent. Beide Rohstoffe werden unter anderem in Batterien eingesetzt.

Auch im April setzte sich der Höhenflug der Rohstoffpreise fort. Der Monats-Index lag noch einmal 6,5 Prozent höher als im ersten Quartal. Insbesondere Selen, Titan und Palladium verteuerten sich.

 

dpa/MB

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