Mo., 20.02.2017 , 08:43 Uhr

Bayern: Rettungskräfte brauchen immer länger zum Einsatzort

Rettungskräfte kommen in Bayern immer später an ihrem Einsatzort an. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage des SPD-Landtagsabgeordneten Harry Scheuenstuhl hervor. Im Durchschnitt habe etwa jedes zehnte Einsatzfahrzeug länger als die angestrebte Hilfsfrist von zwölf Minuten gebraucht. Als Hilfsfrist bezeichnet man die Zeit von der Alarmierung bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte am Unfallort.

Zwischen 2013 bis 2015 sank die Quote der Rettungskräfte, die innerhalb von zwölf Minuten vor Ort waren, in allen 26 bayerischen Rettungsdienstbereichen mit Ausnahme von Bayreuth/Kulmbach, Donau-Iller und Erding. Der Rückgang betrug bis zu 3,5 Prozentpunkte, wie die SPD-Landtagsfraktion am Montag mitteilte. Am schlechtesten schnitten die Versorgungsbereiche Weibersbrunn im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg mit einer Pünktlichkeit von knapp 64 Prozent, Tittling im niederbayerischen Landkreis Passau mit 65 Prozent und Hengersberg im niederbayerischen Landkreis Deggendorf mit 69 Prozent ab.

«Hier geht es um die Gesundheit der bayerischen Bevölkerung», stellte Scheuenstuhl fest. Der SPD-Politiker forderte das Innenministerium auf, regulierend einzugreifen, um die gegenwärtige Situation zu verbessern. «Es besteht dringender Handlungsbedarf, damit sich dieser negative Trend nicht weiter fortsetzt», heißt es.

dpa/MF

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