Mi., 29.04.2026 , 08:33 Uhr

Bayern: Rettungshubschrauber dürfen künftig länger fliegen

Die Rettungshubschrauber im Freistaat dürfen künftig später am Abend starten - in Regensburg gab es aber schon vorher eine 24-Stunden Einsatzbereitschaft.

Bayerns Rettungshubschrauber dürfen künftig am Abend länger zu Einsätzen starten. Das hat das Kabinett beschlossen. Hintergrund sind unter anderem Veränderungen in der Krankenhausstruktur im Freistaat.

Innenminister Joachim Herrmann erklärte, dass an den Standorten Bayreuth, Ochsenfurt, Ingolstadt, Kempten und Suben in Österreich die Betriebszeiten ausgeweitet werden. «An den Standorten Bayreuth, Ochsenfurt, Ingolstadt, Kempten und Suben in Österreich werden perspektivisch die Betriebszeiten der Rettungshubschrauber erweitert. Von dort aus können nach einer Einführungsphase die Hubschrauber auch nach Einbruch der Dunkelheit fliegen, solange das im Ein-Schicht-Betrieb möglich ist», sagte Herrmann.

Bislang mussten die Hubschrauber nach Sonnenuntergang am Boden bleiben.

Neue Flugzeiten im Sommer und Winter

In den Wintermonaten sind die Rettungshubschrauber an den genannten Standorten künftig von 7 Uhr bis 20:15 Uhr im Einsatz. Im Sommer verlängert sich die Einsatzzeit von 7 Uhr bis 21:45 Uhr.

Die Änderung bedeutet vor allem in der dunklen Jahreszeit eine deutliche Verbesserung. Gerade bei zeitkritischen Notfällen kann der Transport in ein geeignetes Krankenhaus so schneller erfolgen.

Intensivtransporthubschrauber fliegen bereits rund um die Uhr

Unverändert bleiben die drei Intensivtransporthubschrauber in München, Nürnberg und Regensburg. Diese übernehmen bei Bedarf auch Aufgaben von Rettungshubschraubern und sind bereits jetzt 24 Stunden täglich einsatzbereit.

Laut Herrmann reagiert der Freistaat mit der Ausweitung auch auf Veränderungen in der Kliniklandschaft. «So machen wir den Rettungsdienst in Bayern noch effizienter und erhöhen die Versorgungsqualität in weniger gut erreichbaren Gebieten maßgeblich», betonte der Innenminister.

Mit den ausgewählten Standorten könne nahezu das gesamte Gebiet Bayerns abgedeckt werden. Vor allem in den Wintermonaten bedeute die längere Einsatzzeit einen spürbaren Mehrgewinn an Versorgungssicherheit.

15 Luftrettungsstandorte in Bayern

Derzeit gibt es in Bayern 15 Luftrettungsstandorte. Dazu zählen elf Rettungshubschrauber sowie vier Intensivtransporthubschrauber.

Die verlängerten Flugzeiten sollen im bestehenden Schichtsystem organisiert werden. «Wir können die erweiterten Flugzeiten mit dem vorhandenen Personal abdecken und dadurch eine bessere Versorgung von Notfallpatienten sicherstellen. Bei einem Zwei-Schicht-Betrieb oder gar einer Abdeckung über 24 Stunden würden die Mehrkosten um ein Vielfaches steigen.»

dpa / MF

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