Di., 07.03.2023 , 14:10 Uhr

Bayern/Regensburg: Jugendherbergswerk fehlt Geld für große Projekte

Nach den Corona-Einschränkungen werden wieder viele Zimmer in den bayerischen Jugendherbergen gebucht. Probleme gibt es trotzdem - für Investitionen fehlt das Geld. Das bekommt auch Regensburg zu spüren.

Die Gäste kommen wieder – doch die bayerischen Jugendherbergen beklagen nach den Corona-Einschränkungen einen «Investitions- und Modernisierungsstau». Trotz direkter staatlicher Beihilfen und großzügigen Regelungen zur Kurzarbeit habe man in der Pandemie alle Investitionen sofort stoppen müssen, teilte das bayerische Jugendherbergswerk mit. Bis auf Bauprojekte in Furth im Wald und München habe man in den vergangenen drei Jahren keinerlei Maßnahmen des Neu- und Umbaus beziehungsweise der Modernisierung von Jugendherbergen umsetzen können.

Konkret stünden eigentlich drei größere Projekte an. Dazu fehle aber derzeit die finanzielle Kraft, um sie aus eigenen Mitteln und mit der bestehenden Förderquote für 30 Prozent umzusetzen, sagte Sprecher Marko Junghänel.

«Berchtesgaden, Oberstdorf und Regensburg stehen auf dieser Liste. Im Moment ist jedoch nicht absehbar, ob wir im gewünschten Umfang bauen können – und ob das in absehbarer Zeit erfolgen kann.»

Auf TVA-Anfrage hat das Bayerische Jugendherbergswerk mitgeteilt, dass frühestens 2024 die Weichen für eines dieser Projekte gestellt werden könnten – alle drei Jugendherbergen ließen sich keinesfalls umsetzen.

Im Mai 2023 werde sich das Präsidium wieder mit dieser Frage befassen.

 

Personalmangel

Zugleich fehlt den Jugendherbergen auch Personal: Arbeits- und Fachkräfte seien in der Pandemie in andere Bereiche abgewandert. Dies schränke die Rückkehr zum Vor-Corona-Status ein, sagte Klaus Umbach, Präsident des Landesverbands Bayern im Deutschen Jugendherbergswerk (DJH). «Wir können nur langsam die Personallücken füllen.»

Jugendherbergen würden sich von kommerziellen Beherbergungsbetrieben unterschieden, betonte Winfried Nesensohn, geschäftsführender Vorstand im Landesverband. Man biete «Antworten auf die wichtigen sozial-, bildungs- und gesellschaftspolitischen Fragen unserer Zeit» und kümmere sich um die Themen Nachhaltigkeit, Inklusion und Bildung.

2022 zählten Bayerns Jugendherbergen etwas mehr als eine Million Übernachtungen. 2019, im Jahr vor Corona, waren es mehr als 1,25 Millionen gewesen. Das Jugendherbergswerk betreibt im Freistaat 52 Häuser.

 

dpa/JM

Das könnte Dich auch interessieren

03.03.2026 Regensburg: Tag der Archive 2026 am 6. und 7. März Unter dem bundesweiten Motto „Alte Heimat – Neue Heimat“ öffnen staatliche, kommunale, kirchliche und private Archive ihre Türen und gewähren Einblicke in ihre Arbeit und Bestände. Besucherinnen und Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Angebot mit Führungen, Präsentationen und Vorträgen. Führungen am 6. März: Spitalarchiv, Universitätsarchiv und Fürst Thurn und Taxis Zentralarchiv Am Freitag, 6. März 2026, 03.03.2026 Regensburg: Jeder zehnte Arbeitnehmer suchtgefährdet – Caritas setzt klares Zeichen In Deutschland gilt jeder zehnte Arbeitnehmer als suchtgefährdet. Suchtprobleme machen damit auch vor Werkstoren und Bürotüren nicht halt. Die Folgen sind spürbar: mehr Fehlzeiten, mehr Arbeitsunfälle und sogar Frühverrentungen. Der bundesweite wirtschaftliche Schaden liegt laut Deutscher Hauptstelle für Suchtfragen bei über 30 Milliarden Euro . Bei der Fachambulanz für Suchtprobleme im Caritasverband Regensburg ist nun 23.02.2026 Bayern: Exporte steigen 2025 leicht Bayerns exportabhängige Industrie hat sich im Jahr 2025 trotz schwieriger Bedingungen behauptet. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, stiegen die weltweiten Ausfuhren um 0,9 Prozent auf knapp 227 Milliarden Euro. Gleichzeitig legten auch die Importe um 0,9 Prozent auf 229,3 Milliarden Euro zu. Damit bleibt es bei einem – wenn auch vergleichsweise kleinen – Handelsdefizit. Besonders 23.02.2026 75 Jahre Krones: Vom Neutraublinger Handwerksbetrieb zum globalen Technologiepartner