Sa., 08.04.2023 , 08:36 Uhr

Bayern: Polleninformationsnetzwerk soll Allergikern helfen

Das Polleninformationsnetzwerk ePIN soll Allergikern in Bayern helfen. Rund 3,5 Millionen Menschen im Freistaat unter Allergien.

Holetschek: Update für ePIN bringt Verbesserungen für Menschen mit Pollenallergien – Bayerns Gesundheitsminister: Rund 3,5 Millionen Menschen in Bayern leiden unter Allergien

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat das Informationsangebot für Allergikerinnen und Allergiker über das bayerische Polleninformationsnetzwerk ePIN verbessert. Holetschek sagte am Samstag in München: „Seit dieser Woche gibt es ein hilfreiches Update für die ePIN-App. Allergiker können dann in der App auch mehrere Pollenarten gleichzeitig anklicken und auf einen Blick anzeigen lassen. Das ist übersichtlicher und spart Zeit.“

Holetschek fügte hinzu: „Außerdem kann jetzt auch der aktuelle eigene Handy-Standort verwendet werden, um den nächstgelegenen Messstandort zu ermitteln. Damit wird die Nutzung von ePIN noch komfortabler. Insgesamt können Allergikerinnen und Allergiker mit diesen Verbesserungen ihre Aufenthalte im Freien und die Einnahme der Medikamente noch einfacher planen – und wenn nötig schnell anpassen.“

Bayern betreibt schon seit 2019 das weltweit erste Polleninformationsnetzwerk auf elektronischer Basis. Mit Hilfe von acht elektronischen Pollenmonitoren misst ePIN die aktuelle Pollenbelastung in Bayern standort- und pollenspezifisch. Die acht elektronischen Pollenmessstationen befinden sich in Altötting, Feucht, Garmisch-Partenkirchen, Hof, Marktheidenfeld, Mindelheim, München und Viechtach und decken den Pollenflug in Bayern möglichst repräsentativ ab.

Die Daten werden alle drei Stunden aktualisiert. Die Informationen sind auf der ePIN-Webseite (www.epin.bayern.de) oder in einer App („ePIN-Pollenflug Bayern“) auf dem Smartphone nutzbar. ePIN wurde in Zusammenarbeit mit dem Zentrum Allergie & Umwelt der Technischen Universität München (ZAUM) und dem Helmholtz Zentrum München entwickelt und wird vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) betrieben.

Holetschek erläuterte: „Bayernweit sind rund 3,5 Millionen Menschen von 18 bis 79 Jahren von Allergien betroffen. Davon leiden rund 1,4 Millionen an Heuschnupfen. ePIN ist für diese Menschen ein wertvoller Helfer, denn es liefert qualitativ hochwertige Echtzeitdaten zum Pollenflug.“

Der Minister ergänzte: „Bereits im Dezember haben wegen der milden Temperaturen alle ePIN-Standorte den ersten Flug von Haselpollen gemessen. Seit Januar fliegen die ersten Erlenpollen. Aktuell sind Pollen von Erle, Esche und Birke sehr verbreitet. Der Klimawandel verändert die Pollenflugsaison. Darauf müssen sich Allergikerinnen und Allergiker einstellen.“

Holetschek verwies auch auf die aktuelle APOLLO-Studie des LGL zum Gesundheitsmonitoring von Pollenallergikerinnen und -allergikern. Erforscht werden soll insbesondere der Zusammenhang zwischen Pollenkonzentrationen und gesundheitlichen Beschwerden. Der Minister sagte: „Die Studie läuft noch. Pollenallergiker und -allergikerinnen können sich noch beteiligen und die Studie durch ihre eigenen Daten und Erfahrungen bereichern. Je mehr Menschen mitmachen, desto besser werden die Ergebnisse.“

Interessierte können sich hier zur Studie anmelden: https://www.apollo.lgl.bayern.de/anmeldung/

PM

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