Hintergrund ist das EU-Projekt «wildLIFEcrime» zur Bekämpfung von Naturschutzkriminalität in Deutschland und Österreich, an dem sich neben dem niederbayerischen Präsidium auch die Polizei in der Oberpfalz sowie Naturschutzorganisationen wie der World Wide Fund For Nature (WWF) beteiligen.
Denn trotz strenger Verbote registrieren Behörden immer wieder Straftaten gegen besonders geschützte Tiere wie Wölfe, Luchse, Biber und Greifvögel.
«Wildtierkriminalität bedroht nicht nur die Existenz einzelner Arten, sondern gefährdet das Gleichgewicht ganzer Ökosysteme», erklärte Melina Sowah, die beim WWF Deutschland für Wildtierkriminalität zuständig ist.
Es sei wichtig, konsequent gegen solche Straftaten vorzugehen, um die biologische Vielfalt und die langfristige Gesundheit der Natur zu sichern.
Dass solche Fälle keine Seltenheit sind, zeigt ein Beispiel aus dem Landkreis Dingolfing-Landau: Im Juli 2025 wurden nahe Simbach bei Landau 17 tote Vögel entdeckt, darunter streng geschützte Greifvögel – etwa Rotmilane, Schwarzmilane und Mäusebussarde. Laut Polizei bestand der Verdacht, dass die Tiere mit dem Gift Carbofuran versetzte Köder gefressen hatten und daran starben.
Neben den Kontrollen an Wäldern, Wiesen und Wanderwegen setzen die sogenannten Artenschutzstreifen auch auf das Gespräch mit Spaziergängerinnen und -gängern sowie Menschen mit Hunden. Wer draußen etwas Verdächtiges entdeckt – ein totes Tier, einen Köder oder eine versteckte Falle –, solle dies der Polizei melden.
dpa