Fr., 17.07.2026 , 11:40 Uhr

Bayern: Niedrigwasser wird zum Problem für Häfen und Güterschifffahrt

Nach der langen Trockenheit führen Bayerns Flüsse teils deutlich weniger Wasser. Das wirkt sich auf die Schifffahrt aus.

Die anhaltende Trockenheit sorgt in Bayern für Probleme auf den Wasserstraßen. Besonders auf der Donau können Güterschiffe wegen des Niedrigwassers derzeit deutlich weniger Ladung transportieren. Dadurch müssen Waren teilweise in Häfen zwischengelagert werden.

 

Donau wird zum Nadelöhr

Nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Donau MDK können manche Güterschiffe mit einer regulären Kapazität von 2.000 Tonnen aktuell lediglich 300 bis 500 Tonnen laden. Der Grund: Wegen des niedrigen Wasserstands müssen die Schiffe leichter sein, damit sie nicht auf Grund laufen.

Während auf dem Main, dem Main-Donau-Kanal und den ausgebauten Abschnitten der Donau der Wasserstand über Staustufen reguliert wird, bleibt der nicht ausgebaute Donauabschnitt zwischen Straubing und Vilshofen das größte Problem. Dort müssen die Schiffe ihren Tiefgang täglich an den aktuellen Wasserstand anpassen.

 

Zwischenlagerung in Regensburg und Passau

Damit Güter bei Bedarf umgeladen oder zwischengelagert werden können, stehen an den Bayernhafen-Standorten Regensburg und Passau entsprechende Umschlag- und Lagerkapazitäten zur Verfügung. Zur Bayernhafen-Gruppe gehören außerdem die Binnenhäfen Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg und Roth.

 

Auch der Rhein ist betroffen

Die Auswirkungen des Niedrigwassers beschränken sich nicht auf Bayern. Auch der Rhein führt derzeit wenig Wasser. Dadurch können Schiffe auf den Verbindungen zu den Nordseehäfen ebenfalls weniger Fracht aufnehmen oder transportieren.

 

Binnenschifffahrt bleibt wichtig

Die Reedereien MSG Würzburg und Bavaria Stockstadt betonen trotz der schwierigen Bedingungen die Bedeutung der Binnenschifffahrt für den Klimaschutz. Sie verursacht pro transportierter Tonne weniger Emissionen als Lastwagen, entlastet die Straßen und reduziert Luftschadstoffe.

„Wir passen Beladung, Routen und Fahrpläne laufend an die eingeschränkte Schiffbarkeit an und halten Transporte von Agrarprodukten, Baustoffen, Stahl und weiteren Gütern bestmöglich aufrecht“, sagte MSG-Vorsitzender Martin Staats.

 

Trockenheit sorgt für niedrige Pegel

Nach mehreren Wochen mit kaum Niederschlägen führen viele Flüsse in Bayern derzeit wenig Wasser. Der Niedrigwasser-Informationsdienst des Landesamts für Umwelt meldete zuletzt insbesondere für die Donau sehr niedrige Wasserstände.

dpa / MF

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