Mi., 14.01.2026 , 11:14 Uhr

Bayern: Ministerpräsident Söder will Bundesländer zusammenlegen

CSU-Chef Markus Söder fordert eine Zusammenlegung von Bundesländern – Ziel sind weniger und größere Länder. Doch aus dem Saarland gibt es bereits Gegenwind.

CSU-Chef Markus Söder hat bei der Winterklausur der CSU-Landtagsfraktion im Kloster Banz eine Zusammenlegung deutscher Bundesländer gefordert. Ziel seien weniger, aber größere Länder, um die Leistungsfähigkeit und Effizienz zu steigern. Einige kleinere Bundesländer seien laut Söder kaum noch lebensfähig und würden von finanzstarken Ländern wie Bayern mitgetragen.

Fakt ist: Die Hälfte aller 16 Länder hat weniger als drei Millionen Einwohner: Bremen, das Saarland, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Schleswig-Holstein.

Er sprach sich zudem für ein Ende der Doppelstrukturen zwischen Berlin und Bonn aus, da diese unnötig Geld kosteten. Welche Länder konkret fusionieren sollten, ließ Söder offen – in der Vergangenheit hatte er aber Bremen und das Saarland als mögliche Kandidaten genannt.

Die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) reagierte mit Spott und Ironie und erinnerte daran, dass Bayern selbst lange Zeit ein Nehmerland im Finanzausgleich war.

Eine Neugliederung der Länder gilt als politisch und rechtlich schwierig, da sie sowohl ein Bundesgesetz als auch Volksentscheide in den betroffenen Ländern erfordert. Ein ähnlicher Versuch scheiterte 1996 zwischen Berlin und Brandenburg.

Söder kritisierte außerdem den Länderfinanzausgleich, den er in seiner jetzigen Form für nicht zukunftsfähig hält, und plädierte dafür, die Bundesministerien ausschließlich in Berlin oder gegebenenfalls im Osten Deutschlands anzusiedeln.

dpa/JM

Das könnte Dich auch interessieren

14.02.2026 Bayern: 95 Millionen Euro Hochwasserhilfe von der EU Bayern hat nach dem verheerenden Hochwasser im Juni 2024 rund 95 Millionen Euro aus dem Europäischen Solidaritätsfonds erhalten. Das bestätigte eine Sprecherin des Finanzministeriums auf dpa-Anfrage. Zuvor hatte die „Augsburger Allgemeine“ darüber berichtet. Den Antrag auf die europäischen Hilfen hatte der Freistaat gemeinsam mit Baden-Württemberg gestellt. 95 Millionen Euro aus dem Europäischen Solidaritätsfonds Mit den 03.02.2026 Weltkrebstag: Gerlach ruft zur Krebsvorsorge auf Zum Weltkrebstag (am Mittwoch, 4. Februar) hat Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) an die Bedeutung der Krebsvorsorge erinnert. „Krebserkrankungen sind weiterhin die zweithäufigste Todesursache in Deutschland“, erklärte die Ministerin. Im Jahr 2024 seien allein in Bayern über 33.000 Menschen an Krebs gestorben. Etwa 65.000 Männer und Frauen im Freistaat erhielten jährlich die Diagnose. „Diese Zahlen 19.11.2025 Bayern: Deutlich weniger Asylanträge in 2025 Wie das Innenministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, lag der Rückgang bei 58 Prozent. 2024 hatten noch etwa 27.600 Personen einen Antrag gestellt. Weniger Bewohner in Asylunterkünften Mitte November lebten laut Ministerium noch etwa 126.000 Menschen in den bayerischen Asylunterkünften – rund 12.000 weniger als zu Jahresbeginn. Auch beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 30.10.2025 Bayerns Finanzausgleich klettert auf fast 13 Milliarden Euro Bayerns Städte und Gemeinden sind in großer Geldnot. Das ist erstmal nicht neu, wenngleich sich die Krise seit Jahren zuspitzt. Der Finanzausgleich für 2026 soll die Lage nun verbessern.