Mi., 04.12.2019 , 16:04 Uhr

Bayern: Mieten seit 2014 durchschnittlich um 22 Prozent gestiegen

Wohnen in Bayern ist teuer. So viel steht fest. Und seit 2014 sind die Mieten durchschnittlich um 22 Prozent gestiegen. In der Oberpfalz sind die Mieten um 17 Prozent gestiegen, dass ist nach Oberbayern der höchste Anstieg der bayerischen Regierungsbezirke. In Ostbayern sind der Landkreis Cham, sowie Stadt und Landkreis Regensburg mit einem Plus von 16 Prozent am höchsten. 

Im Jahr 2018 betrug die durchschnittliche Nettokaltmiete in Bayern 8,12 Euro pro Quadratmeter. Im Vergleich zu 2014 ist dies ein Anstieg um 22 Prozent (2014: 6,63 Euro/Quadratmeter). Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, sind die Mietpreise in diesem Zeitraum im Regierungsbezirk Oberbayern am stärksten gestiegen (+28%). Schwaben verzeichnete mit einem Anstieg um neun Prozent bayernweit die geringste Mietpreiserhöhung.

Nach den Ergebnissen des Mikrozensus, einer jährlichen Stichprobenerhebung bei einem Prozent der Bevölkerung, betrug die durchschnittliche Nettokaltmiete in Bayern 8,12 Euro pro Quadratmeter. Dabei zeigen sich deutliche regionale Unterschiede. Die mit Abstand höchsten Mieten mussten nach wie vor in Oberbayern gezahlt werden. Hier wurden durchschnittlich 10,23 Euro pro Quadratmeter fällig. Dies ist im Vergleich zu 2014 ein Anstieg um 28 Prozent. In Mittelfranken zahlte man mit durchschnittlich 6,97 Euro pro Quadratmeter bayernweit die zweithöchsten Mieten. Im Vergleich zu 2014 ist dies eine Steigerung um zwölf Prozent. Oberbayern und Mittelfranken haben bayernweit auch die geringsten Wohneigentumsquoten (vgl. https://www.statistik.bayern.de/presse/mitteilungen/2019/pm239/index.html). Die dritthöchsten Mieten wurden in Schwaben fällig. Hier mussten durchschnittlich 6,71 Euro pro Quadratmeter gezahlt werden. Im Vergleich zu 2014 fiel der Anstieg in Schwaben mit einer Steigerung von neun Prozent im Vergleich zu den anderen bayerischen Regierungsbezirken am moderatesten aus.

Am günstigsten lebte man im Freistaat im Regierungsbezirk Oberfranken. Hier kostete der Quadratmeter durchschnittlich 5,58 Euro Allerdings stiegen auch dort die Preise seit 2014 deutlich. So musste man im Jahr 2018 in Oberfranken 16 Prozent mehr pro Quadratmeter zahlen als noch 2014. Damit hat Oberfranken nach Oberbayern (+28%) und der Oberpfalz (+17%) zwischen 2014 und 2018 die stärksten Mietpreis-erhöhungen in Bayern zu verzeichnen. In der Oberpfalz lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei 6,61 Euro.

Vergleichsweise günstig wohnte man auch in Niederbayern und Unterfranken. Hier müssen durchschnittlich 5,65 Euro bzw. 6,09 Euro pro Quadratmeter gezahlt werden und somit 13 bzw. 14 Prozent mehr als im Jahr 2014.

Unter den drei größten bayerischen Städten München, Nürnberg und Augsburg hat München seit 2014 mit Abstand den höchsten Preisanstieg zu verzeichnen. Hier hat sich die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter von 9,13 Euro auf 12,09 Euro und damit um 32 Prozent erhöht. Auch in den Großstädten Nürnberg und Augsburg liegen die Mieten – mit wenigen Ausnahmen – deutlich über dem Niveau ländlicher Regionen. So lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis in Nürnberg bei 7,49 Euro und in Augsburg bei 7,42 Euro. Im Vergleich zu 2014 ist dies sowohl in Nürnberg als auch in Augsburg ein Anstieg um elf Prozent.

Ein detaillierteres Bild der Mietpreise in Bayern können der folgenden Tabelle entnommen werden. Hier werden die durchschnittlichen Nettomietpreise für die Jahre 2018 und 2014 auf der Ebene der regionalen Anpassungsschichten ausgewiesen. Dies sind räumliche Einheiten von durchschnittlich 500 000 Einwohnerinnen und Einwohnern und gleichzeitig die tiefste regionale Gliederung, die auf Basis der bayerischen Mikrozensusdaten möglich ist.

 

Weitere Informationen und Grafiken finden Sie hier: https://www.statistik.bayern.de/presse/mitteilungen/2019/pm298/index.html

Das könnte Dich auch interessieren

12.08.2026 Heute: Partielle Sonnenfinsternis – Über unser Social-Media mitverfolgen Am 12. August 2026 ist ab etwa 19 Uhr unter anderem in Deutschland eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen. 31.07.2026 Arbeitsmarkt in Bayern bleibt angespannt Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist im Juli im Vergleich zum Juni um 5.098 auf 318.025 gestiegen. Vor einem Jahr waren es gut 6.000 Arbeitslose weniger, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg im Juli demnach um 0,1 Prozentpunkte auf 4,1 Prozent und lag damit 0,1 Prozentpunkte höher 14.07.2026 Ostbayern: Sommerhitze auf dem Bau – Gewerkschaft appelliert an Arbeitgeber Wer in den Landkreisen Cham, Regensburg und Kelheim unter freiem Himmel arbeitet, sollte sich bei sommerlichen Temperaturen besonders vor der Sonne schützen. Darauf weist die IG BAU Niederbayern hin. Die Gewerkschaft empfiehlt die WSS-Regel: Wasser, Sonnencreme und Schatten. 14.06.2026 Weltblutspendetag: Bedarf an Blut macht keine Sommerpause Weltblutspendetag am 14. Juni Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlach hat anlässlich des Weltblutspendetags zur Blut- und Plasmaspende aufgerufen. Die Ministerin betonte am Sonntag: „Der Bedarf an Blut macht keine Sommerpause. Gerade jetzt kommt es auf jede einzelne Spende an. Besonders in den Sommermonaten gerät die Versorgung regelmäßig unter Druck. Durch Ferienzeiten, Reisen und hohe