Di., 19.12.2017 , 08:06 Uhr

Bayern: Mieten in mittelgroßen Städten werden rasant teurer

Der Wohnungsmangel in vielen bayerischen Städten treibt die Mieten in immer neue Höhen. Stark spürbar ist das mittlerweile sogar in mittelgroßen Städten, wie aus dem am Montag veröffentlichten Marktbericht des Immobilienverbands Deutschland Süd hervorgeht. Die kräftigsten Mieterhöhungen mussten demnach seit dem Frühjahr die Bürger in Aschaffenburg und Neu-Ulm schlucken, wo die Mieten im Schnitt um zwölf beziehungsweise knapp elf Prozent stiegen. Auch in Fürth, Regensburg und Bamberg legten die Mieten kräftig zu. 

Im Durchschnitt wurden die Mieten im vergangenen halben Jahr in Bayern um 2 bis 2,5 Prozent teurer. In der Langfristbetrachtung liegt München an der Spitze. Einerseits wächst die Stadtbevölkerung seit Ende der neunziger Jahre kontinuierlich, andererseits wurden über Jahrzehnte hinweg nur wenig neue Wohnungen gebaut. Das Ergebnis: Seit 1995 sind die Mieten in München laut IVD-Immobilienexperte Stephan Kippes um 74 Prozent gestiegen, das verfügbare Einkommen um 40 Prozent. Das bedeutet, dass die Münchner heute einen erheblich größeren Teil ihres Einkommens für die Miete ausgeben müssen als vor zwei Jahrzehnten.

dpa/MF

Das könnte Dich auch interessieren

23.02.2026 Bayern: Exporte steigen 2025 leicht Bayerns exportabhängige Industrie hat sich im Jahr 2025 trotz schwieriger Bedingungen behauptet. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, stiegen die weltweiten Ausfuhren um 0,9 Prozent auf knapp 227 Milliarden Euro. Gleichzeitig legten auch die Importe um 0,9 Prozent auf 229,3 Milliarden Euro zu. Damit bleibt es bei einem – wenn auch vergleichsweise kleinen – Handelsdefizit. Besonders 05.02.2026 Konjunkturumfrage: Industrie tastet sich vor, Bau bleibt Sorgenkind Die aktuelle Konjunkturumfrage der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim zeigt zum Jahresbeginn leichte Aufwärtssignale, jedoch keinen breiten wirtschaftlichen Aufschwung. Grundlage sind die Rückmeldungen von 280 Unternehmen aus der Region. Die Wirtschaftslage stagniert weiterhin, auch wenn sich in einzelnen Branchen vorsichtiger Optimismus bemerkbar macht. Verhaltene Entwicklung in Industrie, Handel und Tourismus „Insgesamt spiegelt unsere Konjunkturumfrage 02.01.2026 Neue Stromleitungen: Bayernwerk startet massiven Netzausbau Das Bayernwerk mit Sitz in Regensburg will in den kommenden Jahren zehntausende Kilometer neuer Stromleitungen errichten. Hintergrund ist der grundlegende Umbau der Stromversorgung in Bayern und Deutschland hin zu erneuerbaren Energien. „Wir bauen bis 2030 ungefähr 40.000 Kilometer Mittel- und Niederspannungsleitungen, das entspricht einmal rund um den Äquator“, sagte Vorstandschef Egon Westphal der Deutschen Presse-Agentur. 01.12.2025 Regensburg: BMW startet Bau der neuen Wasserstoff-Infrastruktur im Werk Im Regensburger BMW-Werk hat der symbolische Baubeginn für eine neue Wasserstoff-Infrastruktur stattgefunden. Vertreter des Werks und der Stadt Regensburg verlegten auf dem Dach einer Werkshalle die erste Edelstahlleitung des künftigen Netzes. Dieses soll ab dem zweiten Halbjahr 2026 Wasserstoff zu Routenzügen und Gabelstaplern leiten, die in der Produktionslogistik eingesetzt werden. Ab 2026: Wasserstoffbetriebene Logistikflotte Geplant