Do., 04.09.2025 , 13:34 Uhr

Bayern: Mehr Studienplätze für angehende Landärzte

So viele Medizinstudienplätze wie nie wurden in Bayern heuer über die Landarztquote vergeben. Was das für unterversorgte Regionen und Studienbewerber bedeutet.

Heuer sind in Bayern so viele Medizinstudienplätze über die Landarztquote vergeben worden wie in keinem Jahr zuvor. Nach Angaben von Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) werden zum bevorstehenden Semesterstart 172 künftige Landärztinnen und Landärzte ihr Studium aufnehmen.

Nach der Landarztquote sollen bis zu acht Prozent aller Medizinstudienplätze an Bewerberinnen und Bewerber gehen, die später für mindestens zehn Jahre eine hausärztliche oder kinder- und jugendärztliche Tätigkeit aufnehmen. Zudem müssen die Landärzte in einer Region arbeiten, die unterversorgt oder von Unterversorgung bedroht ist.

 

Arztberuf bleibt einer der Top-Berufswünsche

Der Arztberuf sei und bleibe einer der Top-Berufswünsche für viele junge Menschen, teilte Gerlach mit. «Mit der Landarztquote ermöglichen wir diesen Berufswunsch denjenigen, die genau dort arbeiten wollen, wo wir sie am dringendsten brauchen und kein 1,0er-Abi haben.»

Seit Einführung der Quotenregelung im Jahr 2020 haben den Angaben zufolge 571 angehende Ärzte ein Studium über die Quote begonnen.

Eine ähnliche Quote gibt es für Bewerberinnen und Bewerber, die später im Öffentlichen Gesundheitsdienst arbeiten wollen. Diese Quote liegt bei 1,8 Prozent, heuer gingen 13 Studienplätze an solche Kandidatinnen und Kandidaten. Die Quote für den Öffentlichen Gesundheitsdienst gibt es seit 2021.

 

dpa

 

Ein Thema, das auch unsere Region betrifft:

Ärztliche Versorgung im Fokus: Mein Landkreis Regensburg vom 13. August 2025
In dieser Ausgabe hat sich Vreni Simon einem wichtigen Thema gewidmet: wie steht es um die ärztliche Versorgung im Landkreis? Es ist Fakt: In Deutschland herrscht Ärztemangel. Die Gründe sind vielfältig. Unter anderem gehen immer mehr Mediziner in den Ruhestand – und nicht immer finden sich Nachfolger. Wir zeigen, welche Projekte es gibt, um junge Ärztinnen und Ärzte in die Region zu holen und wo Praxisübernahmen bereits erfolgreich geklappt haben.
"Die LandArztMacher": Medizinstudenten machen Praktikum in Cham
Es gibt immer weniger Ärzte auf dem Land. Um das zu ändern, gibt es die Initiative „die LandArztMacher“ - dabei machen Medizinstudierende ein vierwöchiges Praktikum bei einem Landarzt. Mehr als 100 von den bisherigen 300 Teilnehmern sind schon für Folgeprojekte in die Region zurückgekommen. Und genau das ist auch das Ziel: Junge Ärzte an die ländliche Region zu binden. Auch im Landkreis Cham.
Kelheim: Landkreis plant Förderprogramm für Medizin-Studierende
Die Zahl der Ärztinnen und Ärzte ist von September 2023 bis September 2024 in Bayern um 2,3 Prozent gestiegen – eine positive Entwicklung für die medizinische Versorgung. Doch besonders in ländlichen Regionen bleibt die Ärzteversorgung eine Herausforderung. Um dem entgegenzuwirken, plant der Landkreis Kelheim ein Förderprogramm, das die Niederlassung von Ärztinnen und Ärzten auf dem Land attraktiver machen soll. Steigender Bedarf an Ärzten auf dem Land Mit einer älter werdenden Gesellschaft steigt auch der Bedarf an medizinischer Versorgung – insbesondere in ländlichen Regionen. Viele Praxen auf dem Land finden keine Nachfolger, und junge Ärztinnen und Ärzte zieht es oft in die Städte. Programme zur Förderung der Landarztpraxis sollen diesem Trend entgegenwirken und die medizinische Versorgung langfristig sichern.

Das könnte Dich auch interessieren

24.10.2026 Ostbayern: Gut geschützt durch die Grippesaison Sobald es draußen kalt und nass wird, verbreiten sich Grippeviren besonders schnell. Wer sein Immunsystem rechtzeitig stärkt, hat gute Chancen, gesund durch die Grippesaison zu kommen. Gleichzeitig bietet die jährliche Grippeschutzimpfung einen wichtigen Schutz vor einer Erkrankung an Influenza und möglichen schweren Komplikationen. Dabei ist es wichtig, zwischen einer echten Grippe und einem grippalen Infekt 23.10.2026 Leichtes Erdbeben erschüttert tschechisches Grenzgebiet Im westlichen Grenzgebiet Tschechiens zu Bayern hat es ein leichtes Erdbeben gegeben. Nach den Erdbebendaten des Geophysikalischen Instituts der tschechischen Akademie der Wissenschaften lag die Stärke bei rund 3,5. Der Erdbebenherd befand sich demnach nördlich von Bela nad Radbuzou in einer Tiefe von rund neun Kilometern. Zu der Erschütterung kam es kurz nach halb eins 23.10.2026 Steuerschätzung: Der Bund kann sich freuen, der Freistaat nicht Bayern kann sich nach der neuesten Steuerschätzung anders als der Bund bis 2027 nicht auf steigende Steuereinnahmen freuen. Finanzminister Albert Füracker (CSU) sagte der Deutschen Presse-Agentur in München, für 2026 müsse Bayern mit einem leichten Minus von 0,3 Milliarden Euro im Vergleich zum Haushalt 2026 rechnen.   Leichtes Minus für 2026 und 2027 Für 2027 22.10.2026 Umfrage: Viele Bayern sehen KI skeptisch Viele Menschen in Bayern sehen Künstliche Intelligenz einer neuen Umfrage zufolge eher skeptisch. 38 Prozent erwarten, dass KI das Leben der Menschen in den kommenden Jahren verschlechtern wird. Nur 27 Prozent gehen von einer Verbesserung aus, 35 Prozent sind unentschieden. Umfrage von Civey im Auftrag des Genossenschaftsverbands Das Ergebnis stammt aus einer Erhebung des Instituts