Di., 01.02.2022 , 12:36 Uhr

Auswirkungen durch geplante Impfpflicht?

Bayern: Mehr Pflegekräfte melden sich arbeitssuchend

Ist die geplante Impfpflicht der Grund? Deutlich mehr Pflegekräfte als noch vor der Corona-Pandemie haben sich in Bayern arbeitssuchend gemeldet. Im Dezember und im Januar hätten 4109 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Pflegebranche eine entsprechende Meldung bei den Arbeitsagenturen gemacht, teilte die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag in Nürnberg mit. Im Vergleich zu Dezember 2019 und Januar 2020 bedeute das einen Anstieg um 171 Prozent.

Ob diese Entwicklung allein auf die geplante Impfpflicht im Gesundheitswesen zurückzuführen ist, «können wir nicht eindeutig sagen», betonte Ralf Holtzwart, Chef der Regionaldirektion.

Die Gründe, warum sich Menschen melden, seien vielseitig und würden auch nicht explizit erfragt. «Neben der Ablehnung der Impfung ist es auch möglich, dass die Betroffenen sich bei der Versorgung von Corona-Patienten nicht weiter dem erhöhten Risiko aussetzen möchten oder im zweiten Pandemie-Winter einfach die Grenzen ihrer Belastbarkeit erreicht sind.» Möglich wäre auch, dass «die Bedingungen in der Pflegeeinrichtung nicht den Wünschen entsprechen».

Man werde die Entwicklung aber weiterhin genau beobachten. Außerdem bemühe man sich weiter darum, «den Fachkräftebedarf unter anderem durch Zuwanderung von Pflegekräften zu decken».

Zum Stichtag 30. Juni 2021 hatten in Bayern 255 729 Menschen einen sozialversicherungspflichtigen Job in der Pflege.

Von 15. März an müssen Beschäftigte in Krankenhäusern und Pflegeheimen nachweisen, dass sie gegen Corona geimpft sind oder von einer Infektion genesen sind.

Beim Status «arbeitssuchend» ist nach Angaben der BA nicht ersichtlich, ob die Betroffenen die Branche wechseln wollen oder nicht.

 

dpa/MB

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