Bei einer landesweiten Kontrollaktion zum Schuljahresbeginn hat die Bayerische Polizei mehr Verstöße gegen die Gurtpflicht festgestellt als im Vorjahr. Vom 15. bis 18. September 2026 kontrollierten die Beamten verstärkt, ob Autofahrer und Mitfahrer angeschnallt und Kinder ordnungsgemäß gesichert waren.
Insgesamt registrierte die Bayerische Polizei 1.082 Gurtverstöße. Im Vorjahr waren es 1.048 gewesen. Auch bei der Sicherung von Kindern stieg die Zahl der Verstöße leicht. Wegen fehlender oder falscher Kindersicherung wurden 416 Bußgelder verhängt, im Vorjahr waren es 411.
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann warnte vor den möglichen Folgen: „Leider ist die Zahl der festgestellten Gurtverstöße im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen – von 1.048 auf 1.082. Auch die Zahl der Bußgelder wegen fehlender oder falscher Kindersicherung lag mit 416 über dem Vorjahreswert von 411. Es ist verantwortungslos, Kinder im Auto nicht ordnungsgemäß zu sichern. Das ist lebensgefährlich – auch auf kurzen Strecken. Anschnallen rettet Leben.“
Im vergangenen Jahr kamen in Bayern 249 Menschen bei Autounfällen ums Leben. 53 von ihnen hatten keinen Sicherheitsgurt angelegt. Zudem starb ein ungesichertes Kind.
Bis Ende Juni 2026 kamen bereits 23 Menschen auf Bayerns Straßen ums Leben, die nicht angeschnallt waren. Auch in diesem Zeitraum starb erneut ein ungesichertes Kind.
Herrmann betonte: „Wir müssen diesen Leichtsinn endlich stoppen und dafür sorgen, dass alle Fahrzeuginsassen jederzeit angeschnallt sind. Schon ein kurzer Moment der Nachlässigkeit kann tödlich enden“.
Die Bayerische Polizei kündigt an, auch künftig konsequent gegen Verstöße gegen die Gurtpflicht vorzugehen. Ein besonderer Schwerpunkt soll dabei auf der richtigen Sicherung von Kindern im Auto liegen.
Begleitet wurde die Kontrollaktion zum Schuljahresbeginn von zahlreichen Infoständen und Präventionsveranstaltungen der Polizei.
Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium des Inneren / MF