Trotz der anhaltenden wirtschaftlichen Flaute in Europa hat der Freistaat im vergangenen Jahr einen neuen Gästerekord verzeichnet. Das zeigen aktuelle Zahlen des Statistischen Landesamts in Fürth.
Insgesamt kamen 41 Millionen Gäste nach Bayern – ein Plus von 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders auffällig: Der Zuwachs ist vor allem auf inländische Urlauber zurückzuführen.
Agrar- und Tourismusministerin Michaela Kaniber sprach in München von einem erneuten Erfolgsjahr. „Ich kann es selbst nicht glauben, wir haben wieder ein Erfolgsjahr“, sagte die CSU-Politikerin.
Mit Ausnahme von Oberfranken stiegen die Gästezahlen in allen bayerischen Regierungsbezirken. Das größte Plus verzeichneten Niederbayern und die Oberpfalz. Damit profitieren auch ländliche Regionen zunehmend vom anhaltenden Tourismusboom.
Trotz der hohen Gästezahlen zeigt sich die wirtschaftliche Stagnation in einem anderen Bereich: Die Zahl der Übernachtungen wuchs lediglich um 0,2 Prozent auf knapp 103 Millionen.
„Die Gäste sparen nicht am, aber im Urlaub“, erklärte Kaniber. Viele Reisende kommen häufiger, bleiben aber kürzer oder geben weniger Geld aus.
Als Reaktion auf diese Entwicklung kündigte die Ministerin eine neue Tourismusstrategie für Bayern an. Ziel sei es, den Tourismus weiter zu stärken und zugleich auf verändertes Reiseverhalten zu reagieren.
dpa / MF
Die Gäste aus dem Inland machen auch in Ostbayern den größeren Teil der Gästeankünfte aus. Die Landkreise in der Region haben für 2025 jeweils ein Plus bei den angekommenen Urlaubern vermelden können. Konkret sieht das so aus:
Im Landkreis Cham sind 2025 insgesamt 462.184 Gäste angekommen (+6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr), davon 443.852 aus dem Inland und nur 18.332 aus dem Ausland.
Im Landkreis Kelheim waren es laut Landesamt für Statistik 277.965 Gästeankünfte (+4,0 Prozent), davon 257.854 aus dem Inland.
Im Landkreis Regensburg sind insgesamt 180.367 Gäste angekommen (+1,9 Prozent), davon 147.749 aus dem Bundesgebiet.
In der Stadt Regensburg waren es 785.600 Gästeankünfte (+4,3 Prozent). Hier sind es mit 186.099 Gäste aus dem Ausland gewesen, während 599.501 Gäste aus dem Inland waren.
MF