Mi., 10.04.2024 , 12:17 Uhr

Bayern: Mehr Auszubildende in der Metallindustrie

Die bayerische Metall- und Elektroindustrie hat wieder mehr neue Auszubildende gefunden. Trotz des zweiten Anstiegs in Folge beklagt sie aber immer noch einen Mangel an Bewerbern.

Die bayerische Metall- und Elektroindustrie hat wieder mehr neue Auszubildende. Die Zahl der im vergangenen Jahr geschlossenen Ausbildungsverträge stieg um 10,9 Prozent auf 15.331, wie die Arbeitgeberverbände bayme vbm am Mittwoch in München mitteilten. Das war der stärkste Anstieg seit mehr als 10 Jahren und das zweite Plus in Folge.

Das Plus hätte dabei noch höher ausfallen können, wie der Hauptgeschäftsführer der bayme vbm, Bertram Brossardt, betonte. Der Mangel an ausreichenden und geeigneten Bewerbern hinterlasse weiterhin Spuren. Wo die Zahl der Neuverträge sank, waren dies einer Umfrage der Verbände zufolge die dominierenden Ursachen.

Für das laufende Jahr erwartet Brossardt zumindest keinen Rückgang der Zahlen: Mindestens eine «schwarze Null», wahrscheinlich einen leichten Zuwachs von einem Prozent werde man erreichen. Er rechne aber damit, «dass die Suche nach geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern noch schwieriger wird».

Wer eine Ausbildung in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie absolviert hat, kann dabei in der Regel mit einer zumindest befristeten Übernahme rechnen. Dies galt 2023 laut bayme vbm in rund 92 Prozent der Fälle. «Der hohe Übernahmewille zeigt das Interesse der Unternehmen, ihre ausgelernten Azubis langfristig an sich zu binden», betonte Brossardt. «Sie sind für ihre Fachkräftesicherung auf junge, engagierte Talente angewiesen.» Auch die Übernahmequote dürfte sich weiter verbessern: Die Verbände rechnen mit einem Anstieg auf rund 93 Prozent.

 

dpa / MB

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