Do., 04.12.2025 , 08:08 Uhr

Bayern: Landtag unterstützt Bewerbung für Yad-Vashem-Außenstelle

Der Bayerische Landtag hat sich mit breiter Mehrheit für eine Außenstelle der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Bayern ausgesprochen.

Der fraktionsübergreifende Antrag wurde von CSU, Freien Wählern, Grünen und SPD gemeinsam eingebracht – ohne Beteiligung der AfD.

In dem Antrag heißt es, man unterstütze „vollumfänglich die Bemühungen der Staatsregierung, für Bayern als Standort des künftigen Yad Vashem Education Center zu werben“. Der Bildungsausschuss des Landtags soll sich im Laufe des Tages mit dem Thema befassen.

Söder: Bewerbung für München gestartet

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erklärte nach der Kabinettssitzung am Dienstag: „Wir haben uns jetzt heute offiziell auf den Weg gemacht, uns zu bewerben, dass dies in München stattfinden soll.“ Damit setzt sich die Staatsregierung aktiv dafür ein, dass München Sitz des geplanten Yad-Vashem-Bildungszentrums wird.

„Geschichte ist Verpflichtung“ – Erinnerungsarbeit in Bayern

Im Antrag der Fraktionen wird betont, ein solches Zentrum könne „die Holocaust-Education in Deutschland und Europa durch bedeutsame Facetten – insbesondere die Perspektive der Opfer – bereichern und so einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Demokratie und zur Bekämpfung von Antisemitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit leisten“.

Bayern habe durch seine jahrhundertealte jüdische Tradition und seine lebendigen Gemeinden besonders gute Voraussetzungen. In Städten wie München, Nürnberg, Augsburg, Würzburg, Fürth und Regensburg sei jüdisches Leben seit Jahrhunderten verwurzelt.

„Diese Geschichte ist Verpflichtung: Gerade in Bayern, wo der Nationalsozialismus seinen Anfang nahm und wo sich die Konzentrationslager Dachau und Flossenbürg befanden, ist Erinnerungsarbeit von besonderer Bedeutung.“

Entscheidung über Standort fällt 2026

Die Pläne für ein Yad-Vashem-Bildungszentrum in Deutschland stehen bereits fest. Der Standort soll entweder in Bayern, Nordrhein-Westfalen oder Sachsen entstehen.

Laut dem Leiter der Gedenkstätte, Dani Dayan, und Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) wird die Entscheidung im ersten Halbjahr 2026 fallen. Das Zentrum könnte zwei bis drei Jahre später seine Arbeit aufnehmen.

Die Bildungsstätte soll für alle Interessierten offen sein – mit einem besonderen Fokus auf Lehrkräfte.

dpa / MF

Das könnte Dich auch interessieren

22.10.2026 Politik: Klingbeil lehnt Änderung des Finanzausgleichs ab Finanzminister Lars Klingbeil hält nichts davon, Länder mit AfD- oder Linke-Regierung vom Länderfinanzausgleich abzuschneiden. Das sagte der SPD-Chef in Berlin.   Klingbeil lehnt Konsequenzen für Länder ab «Ich habe Probleme damit, Ländern zu sagen, ihr habt aus unserer Sicht falsch gewählt und deswegen gibt es Konsequenzen», sagte Klingbeil in Berlin. Sollten sich Landesregierungen nicht an 22.10.2026 Niederbayern: Vermehrte Anrufe von Telefonbetrügern im Bereich Passau, Landshut und Straubing Seit heute Mittag verzeichnet die Einsatzzentrale des PP Niederbayern insbesondere im Raum Passau, Landshut und Straubing sog. „Schockanrufe“. Es ist nicht auszuschließen, dass weitere Teile Niederbayerns im Laufe des Tages von den Anrufen betroffen sein könnten. Mit „Schockanrufen“ versuchen sie die Angerufenen zur Herausgabe von Bargeld und Wertsachen zu bringen. Sie geben z. B. unter 22.10.2026 Umfrage: Viele Bayern sehen KI skeptisch Viele Menschen in Bayern sehen Künstliche Intelligenz einer neuen Umfrage zufolge eher skeptisch. 38 Prozent erwarten, dass KI das Leben der Menschen in den kommenden Jahren verschlechtern wird. Nur 27 Prozent gehen von einer Verbesserung aus, 35 Prozent sind unentschieden. Umfrage von Civey im Auftrag des Genossenschaftsverbands Das Ergebnis stammt aus einer Erhebung des Instituts 22.10.2026 Heute Abend im Programm