Mi., 10.03.2021 , 12:32 Uhr

Bayern: Kurzfristig 100.000 Impfdosen zusätzlich für Grenz-Hotspots

Die bayerischen Corona-Hotspots an der Grenze zu Tschechien sollen kurzfristig noch einmal 100.000 zusätzliche Dosen Impfstoff bekommen. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch nach einer entsprechenden Mitteilung der EU an. Insgesamt sollen die Grenzregionen damit 150.000 zusätzliche Impfdosen bekommen. In der Oberpfalz wird die erste Zusatz-Lieferung wohl noch diese Woche ankommen.

«Gute Nachricht für die Grenzregion in Bayern. Es kommen noch im März 100.000 Impfdosen extra», sagte Söder der Deutschen Presse-Agentur in München. Damit gebe es mit den schon versprochenen Sonderzuteilungen insgesamt 150.000 Dosen zusätzlich für die von der britischen Virusvariante besonders betroffenen Grenzregionen. «Das ist eine echte Perspektive für Ostbayern. Denn wo aufgrund der hohen Inzidenzen nicht gelockert werden kann, muss mehr immunisiert und geimpft werden.»

Die Landkreise sollen nach Worten Söders beim Impfen auch etwas freier agieren können. «Die Landkreise sollen weitgehend selbst und flexibel entscheiden können, wer geimpft werden soll. Damit können auch andere Gruppen schneller an die Reihe kommen.» Er habe sich sowohl bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) als auch bei EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dafür eingesetzt, berichtete Söder. «Jetzt ist die positive Nachricht da.»

Zuvor hatte von der Leyen in Brüssel mitgeteilt, dass die Hersteller Biontech und Pfizer in den nächsten beiden Wochen vier Millionen Dosen Corona-Impfstoff zusätzlich an die Europäische Union liefern wollen. Man habe das Zusatzpaket ausgehandelt, damit die EU-Staaten gezielt in Corona-Hotspots impfen und die Ausbreitung der gefürchteten Virusvarianten bremsen könnten, erklärte sie. Von dem zusätzlichen Kontingent könnte Deutschland nach dem internen EU-Verteilungsschlüssel 18,6 Prozent bekommen, rund 740.000 Dosen.

 

Chams Landrat bedankt sich

Der Chamer Landrat und Bezirkstagspräsident der Oberpfalz Franz Löffler begrüßt die Nachricht von Ministerpräsident Markus Söder, dem Grenzraum kurzfristig noch einmal 100.000 zusätzliche Impfdosen zukommen zu lassen.

„Ich bedanke mich ausdrücklich bei Ministerpräsident Markus Söder und Gesundheitsminister Klaus Holetschek dafür, dass sie damit auf die besondere Situation der Grenzregion so schnell und so nachhaltig reagiert haben. Die Immunisierung der Bevölkerung steht für mich ganz oben, wenn wir Lockerungen erreichen wollen. Insgesamt 150.000 Impfdosen über die reguläre Zuteilung hinaus sind eine markante Hilfestellung zur besseren Bekämpfung der Pandemie.  Wir sind ja so etwas wie der Puffer gegenüber dem Hochrisiko- und Virusmutationsgebiet Tschechien mit den hohen Infektionszahlen.“ -  Franz Löffler, Landrat Landkreis Cham

Oberpfalz: 33.500 Impfdosen in dieser Woche
In dieser Woche werden insgesamt 33.500 Impfdosen die Oberpfalz erreichen, so viele wie noch nie zuvor. Diese hohe Zahl an Impfdosen resultiert unter anderem aus einer Sonderzuweisung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege für die Städte und Landkreise, die eine Inzidenz von über 100 aufweisen.

Statement von MdL Gerhard Hopp:

Die Lage bei uns ist eine gesamteuropäische Herausforderung, auf die wir in unserem Positionspapier der Grenzlandabgeordneten zu einer Grenzraumstrategie hinweisen wollten. Der aktuell erreichte Verhandlungserfolg von Ministerpräsident Söder, dass die EU bereits im März Sonderkontingente liefert, ist ein ganz wichtiger Schritt und macht Hoffnung. Danke auch an Europaabgeordneten Christian Doleschal für die Unterstützung. Jede Impfdosis, die zusätzlich vor Ort eingesetzt werden kann, ist ein Baustein im Bollwerk gegen das Virus. Generell bietet das Zusatzpaket mit über vier Millionen zusätzlichen Dosen in den nächsten zwei Wochen, das die EU mit den Herstellern ausgehandelt hat, die Möglichkeit, gezielt und kraftvoll in den besonders betroffenen Gebieten zu Impfen und die Ausbreitung des Virus zu bremsen. Wichtig ist: Das hilft dann dem ganzen Land und ganz Europa.

 

Forderung der ostbayerischen Grenzlandräte umgesetzt

Die jetzt erfolgte Einbindung der EU entspricht einer Forderung der ostbayerischen Grenzlandräte, die das unter anderem am vergangenen Sonntagabend in einer Videoschalte an Ministerpräsident Söder herangetragen hatten. Das reguläre bayerische Impfstoff-Kontingent wird deshalb nicht belastet. Von den bisher zugesagten 50.000 zusätzlichen Impfdosen hat der Landkreis Cham bereits einen Anteil von 1.170 Stück erhalten.

Löffler: „Den zusätzlichen Impfstoff setzen wir da ein, wo es aus epidemiologischer Sicht am sinnvollsten und am dringendsten ist. Die Festlegung trifft das Gesundheitsamt vor Ort. Dort weiß man am besten, wo sich Infektionsschwerpunkte bilden. Gleichzeitig werden wir aber natürlich die Impfungen nach der Priorisierungsverordnung fortführen. Mit der Impfung der Über-80-Jährigen werden wir voraussichtlich Ende nächster Woche fertig sein. Dann kommen die 70-Jährigen und Personen mit Vorerkrankungen an die Reihe.“

 

 

Über 33.000 Impfdosen in der Oberpfalz noch diese Woche

In dieser Woche (KW 10) werden insgesamt 33.500 Impfdosen die Oberpfalz erreichen, so viele wie noch nie zuvor. Diese hohe Zahl an Impfdosen resultiert u.a. aus einer Sonderzuweisung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege für die Städte und Landkreise, die eine Inzidenz von über 100 aufweisen. Den in der Oberpfalz von Corona-Neuinfektionen besonders betroffenen kreisfreien Städten (Weiden und Amberg) und Landkreisen (Tirschenreuth, Neustadt a.d. Waldnaab, Amberg-Sulzbach, Cham und Schwandorf) werden zusätzlich je 1.000 Impfdosen zur Verfügung gestellt.

 

dpa/Regierung der Oberpfalz/Landratsamt Cham/MB

 

Aktuelle Corona-Nachrichten

31.05.2026 Abensberg: Radfahrer bei Unfall schwer verletzt Bei einem Verkehrsunfall in Abensberg im Landkreis Kelheim ist am Samstagmorgen ein 36-jähriger Radfahrer schwer verletzt worden. Der Mann musste nach dem Zusammenstoß mit einem Auto in ein Krankenhaus gebracht werden. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf rund 1.000 Euro. 24.05.2026 A3 bei Nittendorf: Vier Verletzte nach Auffahrunfall und Vollsperrung Auf der A3 bei Nittendorf in Fahrtrichtung Passau ist es am Samstagnachmittag zu einer Unfallkette mit mehreren Fahrzeugen gekommen. Insgesamt wurden vier Menschen leicht verletzt, außerdem entstand ein Sachschaden von rund 33.000 Euro. Die Autobahn musste zeitweise vollständig gesperrt werden. 25.04.2026 Hemau: Autofahrer rastet aus – Faustschlag nach dichtem Auffahren Am Freitag gegen 13:50 Uhr ist es auf der St 2233 bei Hemau zu einer Nötigung und Körperverletzung im Straßenverkehr gekommen 04.04.2026 Regensburg: Schlägerei am Hauptbahnhof – 26-Jährige greift Bundespolizisten an Am Karfreitag (3. April) ist es am Hauptbahnhof Regensburg zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen gekommen. Der Streit begann zunächst verbal, eskalierte jedoch wenig später. Auch Unbeteiligte mischten sich ein. Eine 26-jährige Deutsche griff im weiteren Verlauf einen Bundespolizisten an. Verletzt wurde niemand. 13.07.2025 Roding: Unberechtigt auf Dachboden genächtigt In Roding wurde am 13. Juli ein 59-Jähriger auf dem Dachboden eines Mehrfamilienhauses beim unbefugten Nächtigen angetroffen, festgenommen und nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wieder entlassen – ihn erwartet nun eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs. 26.01.2025 Regensburg: Tödlicher Verkehrsunfall auf der A3 Auf der A3 bei Regensburg kam es heute in den frühen Morgenstunden zu einem schweren Verkehrsunfall mit einem Toten und mehreren Verletzten.

Das könnte Dich auch interessieren

18.09.2026 Manching: Haftstrafen nach Diebstahl des keltischen Goldschatzes rechtskräftig Nach dem spektakulären Diebstahl des mehr als 2.000 Jahre alten keltischen Goldschatzes aus dem Kelten Römer Museum in Manching sind die Haftstrafen gegen vier Männer rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat die vom Landgericht Ingolstadt verhängten Strafen in vollem Umfang bestätigt. Goldschatz mit mehr als 480 Münzen gestohlen Der Einbruch in das Kelten Römer Museum 18.09.2026 Donau-Einkaufszentrum erneut unter Top 10 der deutschen Shoppingcenter Das Donau-Einkaufszentrum (DEZ) zählt erneut zu den zehn besten Shoppingcentern Deutschlands. Im aktuellen Shoppingcenter Performance Report (SCPR) 2026 belegt das DEZ mit der hervorragenden Durchschnittsnote von 2,00 den 9. Platz unter rund 400 bewerteten Einkaufszentren. Damit verteidigt das Regensburger Einkaufszentrum seine Spitzenpositionierung aus den Vorjahren und gehört bereits zum wiederholten Male zu den Top 10 18.09.2026 Mut beginnt im Alltag: Zivilcourage stärkt unsere Gesellschaft Schulen, Vereine und weitere Institutionen können ab sofort Informations- und Präventionsangebote zum Thema Zivilcourage nutzen. Zivilcourage bedeutet nicht, sich selbst in Gefahr zu bringen. Sie beginnt häufig mit kleinen Gesten: aufmerksam sein, Hilfe organisieren, die Polizei verständigen oder Betroffene unterstützen. Gerade diese alltäglichen Handlungen tragen wesentlich dazu bei, Straftaten zu verhindern, Menschen zu schützen und 18.09.2026 Bayern: Hopfenernte fällt 2026 deutlich geringer aus In Bayern wird 2026 eine deutlich kleinere Hopfenernte erwartet. Nach ersten Schätzungen sollen in den Anbaugebieten Hallertau und Spalt insgesamt rund 29.244 Tonnen Hopfen geerntet werden. Das wären 22,8 Prozent weniger als 2025. Als Gründe werden extreme Hitzephasen und langanhaltende Trockenheit genannt. Ernte sinkt um mehr als 8.600 Tonnen Im vergangenen Jahr wurden in Bayern