Do., 27.09.2018 , 08:14 Uhr

Bayern: Klimawandel fordert Fischer heraus

Die wärmeren und trockeneren Sommer machen Bayerns Berufsfischern zu schaffen. «Der Klimawandel bringt mit Hitze und Trockenheit zwei Herausforderungen mit sich, mit denen man umgehen muss, wenn man mit Wasser zu tun hat», sagte Thomas Funke vom Landesfischereiverband Bayern der Deutschen Presse-Agentur.

So müssten die Fischer heutzutage deutlich zukunftsgerichteter denken, sagte der Verbandssprecher. Dazu gehöre, dass sie mit Blick auf die vielen, sehr heißen Tage ihre Teiche tiefer anlegen müssen. Außerdem sollten die Teichwirte rechtzeitig für ausreichend Belüftung der Gewässer sorgen. Das sei mit großen Schaufelrädern möglich, die im besten Fall von Solaranlagen betrieben werden. Gleichzeitig müssten sie Strategie entwickeln, um in regenreichen Zeiten Wasser speichern zu können.

Im Freistaat gibt es Funke zufolge etwa 1000 bis 1200 Teichwirte. Rund 400 von ihnen sind im Verband organisiert. Die wenigsten von ihnen können allerdings von der Fischerei leben. «Das sind in Bayern in erster Linie Nebenerwerbs-Teichwirte.» Dafür seien die Zahlen allerdings auch relativ konstant. «Der Absatz passt auch sehr gut, weil die Fische alle direkt vermarktet werden», so der Sprecher weiter.

Am Samstag (29. September) richtet der Verband den Bayerischen Fischereitag in Würzburg aus. Neben einer Tagung für die Fischer steht auch das Königsfischen auf dem Programm. Zwischen 7.00 Uhr und 11.00 Uhr werden die Fischerkönige und – königinnen des Freistaats gemeinsam ihre Angeln auswerfen. «Wer den schwersten Fisch aus dem Main zieht, gewinnt», so Funke. Im Main schwimmen unter anderem Brachsen, Zander, Karpfen und Waller. Der Gewinner wird am Nachmittag (14.00 Uhr) geehrt. Dann wird auch Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) erwartet.

dpa

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