Di., 15.10.2019 , 08:10 Uhr

Bayern: Kabinett berät über Kampf gegen Antisemitismus

Der Schutz jüdischer Einrichtungen in Bayern nach dem Terroranschlag von Halle steht am Dienstag (09.00 Uhr) im Kabinett der bayerischen Staatsregierung ganz oben auf der Agenda. Bereits unmittelbar nach der Tat in Sachsen-Anhalt hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erklärt, dass der Schutz von Synagogen und anderen Einrichtungen im Freistaat erhöht werden muss und härtere Strafen für Antisemitismus-Straftaten gefordert. Dies hatte auch Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) erklärt und Gespräche mit seinen Amtskollegen in den Bundesländern angekündigt.

Am 9. Oktober hatte ein schwer bewaffneter Mann versucht, in die Synagoge in Halle einzudringen. Als der Täter nicht in das Gotteshaus gelangen konnte, erschoss er eine Passantin sowie einen Mann in einem nahen Dönerladen. Auf der Flucht verletzte der Attentäter zudem ein Ehepaar schwer. Der 27-jährige Deutsche gestand, den Anschlag aus antisemitischen und rechtsextremen Motiven verübt zu haben.

Auch der Landtag wird sich am Dienstag auf Antrag der SPD mit den Konsequenzen aus dem Anschlag in Halle befassen. Am Montag hatte sich die CSU bereits klar für einen offensiven Kampf gegen Antisemitismus ausgesprochen. Jeder Angriff auf Juden oder jüdische Einrichtungen sei ein Angriff auf den Freistaat Bayern, sagte Parteichef Söder nach einer Sitzung des CSU-Vorstands.

Die Staatsregierung hatte in der Vergangenheit bereits wiederholt ihre Unterstützung für Juden betont und dazu unter anderem im Mai auch die international anerkannte Definition von Antisemitismus angenommen. Die Definition ist zwar nicht rechtlich bindend, soll aber Behörden und Gesellschaft als Arbeitsgrundlage bei der Verfolgung von Straftaten gegen Juden und den Staat Israel helfen.

dpa

Das könnte Dich auch interessieren

03.03.2026 Oberpfalz: Illegale Müllexporte – Staatsanwaltschaft erhebt Anklage Wegen mutmaßlich illegaler Müllexporte hat die Staatsanwaltschaft Weiden Anklage gegen den Chef einer Oberpfälzer Entsorgungsfirma und einen Mitarbeiter erhoben. Den beiden Männern wird vorgeworfen, zum Teil gefährliche Abfälle ohne Genehmigung in Tschechien und Polen entsorgt zu haben. Zuvor hatte das „Straubinger Tagblatt“ berichtet. Illegale Müllentsorgung in über 30 Fällen Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sollen die 14.02.2026 Bayern: 95 Millionen Euro Hochwasserhilfe von der EU Bayern hat nach dem verheerenden Hochwasser im Juni 2024 rund 95 Millionen Euro aus dem Europäischen Solidaritätsfonds erhalten. Das bestätigte eine Sprecherin des Finanzministeriums auf dpa-Anfrage. Zuvor hatte die „Augsburger Allgemeine“ darüber berichtet. Den Antrag auf die europäischen Hilfen hatte der Freistaat gemeinsam mit Baden-Württemberg gestellt. 95 Millionen Euro aus dem Europäischen Solidaritätsfonds Mit den 09.02.2026 München: diese Themen standen beim Treffen mit Babiš im Fokus  Im Mittelpunkt standen die Herausforderungen und Chancen der bayerisch-tschechischen Grenzregion. Pragmatischer Einstieg in die Gespräche Löffler betonte als stellvertretender Vorsitzender des Beirats der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit den konstruktiven Beginn des Austauschs. „Wir konnten sofort bei den Alltagsthemen unserer gemeinsamen Grenzregion ansetzen.“ Der Dialog sei von Beginn an lösungsorientiert gewesen. Auch Hopp unterstrich die Bedeutung des frühen 05.02.2026 Bayern: Jagdgesetz im Landtag – Opposition übt scharfe Kritik Während die Staatsregierung von einem zukunftsfähigen Gesetz spricht, kommt aus der Opposition deutliche Kritik. Heftige Debatte im Parlament Nach einem langen Dauerstreit innerhalb der Koalition hat die Staatsregierung ihren Gesetzentwurf zur Reform des Jagdrechts in den Landtag eingebracht. In der ersten Debatte hagelte es Kritik von Grünen und SPD. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger verteidigte das Vorhaben