Mi., 19.05.2021 , 12:37 Uhr

Bayern: Immer weniger weiße Flecken beim Internetausbau

Sieben Jahre nach Beginn der Breitbandförderung sind in Bayern 97,4 Prozent aller Haushalt an schnelles Internet mit mindestens 30 Mbit pro Sekunde angeschlossen. Nach Abschluss der laufenden Projekte rechne Bayerns Finanzminister Albert Füracker in spätestens zwei bis drei Jahren mit einer Abdeckung von mehr als 99 Prozent der Haushalte. Der Ausbau des schnellen Internets sei das „erfolgreichstes technisches Infrastrukturprojekt“ der letzten Jahre.

Im ländlichen Raum seien aktuell 93,2 Prozent der Haushalte an 30-Mbit-Leitungen angeschlossen, sagte Füracker. Vor dem Ausbau 2013 seien dies nur 27 Prozent gewesen. Füracker betonte, dass der Ausbau in Bayern mit Leitungsgeschwindigkeiten von 30 Mbit pro Sekunde aber nicht abgeschlossen sei. Bereits seit einem Jahr könne im Rahmen der Gigabitrichtlinie auch der Glasfaserausbau gefördert werden. Über 600 Gemeinden seien bereits in das neue Förderverfahren eingestiegen.
„Unser Ziel bleibt, dass Gigabit in jedem Haus im Freistaat ankommt.“

„Dank massivem und freiwilligem Engagement des Freistaats sind künftig mehr als 6,3 Millionen bayerische Haushalte mit schnellem Internet versorgt. Die Breitbandförderung ist das erfolgreichste technische Infrastrukturprojekt Bayerns der letzten Jahre. Der Freistaat geht damit einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Bayern“, sagte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker bei Vorstellung des Abschlussberichts zur Förderung nach der Breitbandrichtlinie (2014 – 2020). Daran knüpft der Freistaat nun mit der Förderung nach der Gigabitrichtlinie nahtlos an“, so Füracker.

Um auch die letzten weißen Flecken auf der Landkarte – in der Regel wenig besiedelte Regionen – auch noch mit schnellem Internet versorgen zu können, appellierte Füracker an die zuständigen Kommunen, die Fördergelder zu beantragen. Ob ein Antrag gestellt werde und wie der Ausbau dann erfolge, habe der Freistaat nicht in der Hand. Zugleich soll das neue Informationsportal «Breitbandwegweiser» allen bei Ausbauproblemen helfen – vom normalen Bürger bis zum Unternehmen. Per E-Mail, Telefon oder Kontaktformular können auch individuelle Fragen gestellt werden.

Bereits mit der bisherigen Breitbandförderung wurden über 1.800 Kommunen 1,2 Milliarden Euro an staatlichen Fördermitteln zugesagt. Die bayerischen Kommunen beteiligen sich mit 300 Millionen Euro. Damit werden über 55.000 km Glasfaserleitungen verlegt. Über 97 Prozent aller bayerischen Haushalte sind bereits mit schnellem Internet versorgt, nach Abschluss der laufenden Projekte werden es über 99 Prozent sein. Bayern als größtes Bundesland belegt damit einen Spitzenplatz unter den Flächenländern und ist gerade bei der Versorgung im ländlichen Raum hervorragend aufgestellt.

„Unser Ziel bleibt, dass Gigabit in jedem Haus im Freistaat ankommt. Mit unserem neuen Informationsportal ‚Breitbandwegweiser‘ wollen wir zu Fragen rund um das Thema Breitband informieren und beraten. Damit erweitern wir die bestehende Beratung der Kommunen um eine Beratung für jedermann!“, so Füracker. Per E-Mail, Telefon oder Kontaktformular können auch individuelle Fragen gestellt werden.

 

Der Bericht Digitale Infrastruktur in Bayern 2021, auch mit regionalen Zahlen und Grafiken, kann eingesehen werden unter: www.schnelles-internet-in-bayern.de

Der Breitbandwegweiser ist zu finden unter: www.breitbandwegweiser.de

 

dpa/Bayerisches Finanzministerium/MB

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