In Bayern leben bereits rund 270.000 Menschen mit Demenz. In den kommenden Jahren könnte die Zahl deutlich steigen. Zum Start der siebten Bayerischen Demenzwoche warnt Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) vor den Folgen der demografischen Entwicklung.
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wird bis zum Jahr 2030 mit rund 300.000 Menschen mit Demenz in Bayern gerechnet. Das Ministerium beruft sich dabei auf Zahlen des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Bis 2040 könnte die Zahl auf rund 380.000 Betroffene steigen.
Angesichts dieser Entwicklung müsse sich die Gesellschaft auf die wachsende Zahl von Menschen mit Demenz vorbereiten. Gerlach betonte: «Menschen mit Demenz gehören in die Mitte unserer Gesellschaft»
Die siebte Bayerische Demenzwoche findet vom 18. bis 27. September statt. Mit Aktionen, Vorträgen und Initiativen sollen Menschen für die besonderen Herausforderungen von Betroffenen und deren Umfeld sensibilisiert werden.
Zudem soll gezeigt werden, wie demenzsensible Strukturen konkret in den Alltag integriert werden können. Die Bayerische Demenzwoche ist Teil der Bayerischen Demenzstrategie, die von der Staatsregierung im Jahr 2013 ressortübergreifend beschlossen wurde.
Nach Zahlen aus dem Vorjahr leben derzeit bereits rund 270.000 Menschen mit Demenz in Bayern. Entscheidend für den weiteren Verlauf einer Demenzerkrankung ist eine frühe Diagnose.
dpa / MF