Do., 03.11.2022 , 16:32 Uhr

Bayern: IG-Metall-Warnstreiks in kleinen und mittelständischen Betrieben

Heute gab es im gesamten Freistaat mehrere Warnstreiks der Gewerkschaft IG-Metall.

Insgesamt waren 18 kleine und mittelgroße aus der Metall- und Elektroindustrie beteiligt – über 2000 Beschäftigte haben mitgemacht. In der Oberpfalz hatten sich Streikende bei Schneider Electric in Regensburg, bei Benteler in Schwandorf und bei ams-Osram in Regensburg beteiligt.

Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten 8 Prozent mehr Geld – bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die vierte Tarifverhandlung findet am 8. November statt.

MF

 

Die Mitteilung der IG Metall

In 18 kleinen und mittelgroßen Betrieben der Metall- und Elektroindustrie in ganz Bayern hat die IG Metall am Donnerstag Warnstreiks durchgeführt. Bis zum frühen Nachmittag haben sich 2210 Beschäftigte daran beteiligt. Die größten Warnstreiks gab es heute in Augsburg, Meitingen, Schwabach, Fürth und Ebermannstadt. In Ebermannstadt machte die Frühschicht bei Kennametal drei Stunden früher Schluss. Am Abend folgen in Lohr noch Warnstreiks der Spätschichten bei Bosch Rexroth im Werk I und in der Gießerei.

Johann Horn, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, sagt: „Der heutige Warnstreiktag stand im Zeichen der vielen kleinen und mittelständischen Betriebe, die das Fundament unserer Branchen bilden. Auch dort sind die Beschäftigten gut organisiert und bereit, für unsere Forderung nach 8 Prozent mehr Geld die Arbeit niederzulegen. Morgen werden wir dann sehen, dass das in noch viel mehr Betrieben der Fall ist.“

Der Arbeitgeberverband vbm hatte in der dritten Tarifverhandlung eine prozentuale Entgelterhöhung lediglich vage in Aussicht gestellt – innerhalb einer Laufzeit von 30 Monaten und ohne eine Zahl oder Zeitpunkte zu nennen. Die IG Metall fordert für die rund 855.000 Beschäftigten in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie 8 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die vierte Tarifverhandlung in Bayern findet am 8. November statt.

Warnstreikende am Donnerstag, 3. November 2022 (Auszug)

 

Schwaben

·         Faurecia Emissions Control, in Augsburg – 400 Warnstreikende

·         SLG Carbon, Brembo SGL Carbon, in Meitingen – zusammen 350 Warnstreikende

Mittelfranken

·         Niehoff, in Schwabach – 280 Warnstreikende

·         Siemens AG, in Fürth – 200 Warnstreikende

·         RIBE, in Schwabach – 150 Warnstreikende

Oberpfalz

·         Schneider Electric, in Regensburg – 150 Warnstreikende

·         Benteler, in Schwandorf – 150 Warnstreikende

·         ams-Osram, in Regensburg – 150 Warnstreikende

 

Oberfranken

·         Kennametal, in Ebermannstadt – 150 Warnstreikende

Unterfranken

·         Continental Safety Engineering International, Bühler, SensyMIC, in Alzenau – zusammen 110 Warnstreikende

 

Pressemitteilung / MF

 

 

Unser Bericht zu den Warnstreiks:

Das könnte Dich auch interessieren

27.02.2026 Bayern: «Stagnation statt Aufschwung» auf dem Arbeitsmarkt Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist im Februar im Vergleich zum Vormonat zwar um 3.716 auf 341.061 gesunken, dennoch ist das der höchste Stand für einen Februar seit 2010. Das teilte die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mit. Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,4 Prozent und bleibt unverändert zur Januar-Quote. Im Februar 2025 23.02.2026 Bayern: Exporte steigen 2025 leicht Bayerns exportabhängige Industrie hat sich im Jahr 2025 trotz schwieriger Bedingungen behauptet. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, stiegen die weltweiten Ausfuhren um 0,9 Prozent auf knapp 227 Milliarden Euro. Gleichzeitig legten auch die Importe um 0,9 Prozent auf 229,3 Milliarden Euro zu. Damit bleibt es bei einem – wenn auch vergleichsweise kleinen – Handelsdefizit. Besonders 06.02.2026 Bayern: Mehr Baugenehmigungen – doch die Entspannung bleibt aus Wie das Landesamt für Statistik mitteilt, wurden im Freistaat im Jahr 2025 insgesamt 54.149 Wohnungen genehmigt. Das entspricht einem Plus von 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Vom früheren Niveau ist der Wohnungsbau jedoch weiterhin weit entfernt: 2021 lag die Zahl noch bei 80.344 genehmigten Wohnungen. Eine spürbare Entspannung auf dem Wohnungsmarkt ist damit weiterhin nicht 05.02.2026 Konjunkturumfrage: Industrie tastet sich vor, Bau bleibt Sorgenkind Die aktuelle Konjunkturumfrage der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim zeigt zum Jahresbeginn leichte Aufwärtssignale, jedoch keinen breiten wirtschaftlichen Aufschwung. Grundlage sind die Rückmeldungen von 280 Unternehmen aus der Region. Die Wirtschaftslage stagniert weiterhin, auch wenn sich in einzelnen Branchen vorsichtiger Optimismus bemerkbar macht. Verhaltene Entwicklung in Industrie, Handel und Tourismus „Insgesamt spiegelt unsere Konjunkturumfrage