Fr., 18.09.2026 , 11:23 Uhr

Bayern: Hopfenernte fällt 2026 deutlich geringer aus

Hitze und Trockenheit setzen dem Hopfen zu. Die Ernte bricht um fast 23 Prozent ein.

In Bayern wird 2026 eine deutlich kleinere Hopfenernte erwartet. Nach ersten Schätzungen sollen in den Anbaugebieten Hallertau und Spalt insgesamt rund 29.244 Tonnen Hopfen geerntet werden. Das wären 22,8 Prozent weniger als 2025. Als Gründe werden extreme Hitzephasen und langanhaltende Trockenheit genannt.

Ernte sinkt um mehr als 8.600 Tonnen

Im vergangenen Jahr wurden in Bayern noch 37.865 Tonnen Hopfen geerntet. Für 2026 rechnen die Fachleute nur noch mit 29.244 Tonnen. Damit würde die Erntemenge innerhalb eines Jahres um 8.621 Tonnen zurückgehen.

Auch der durchschnittliche Ertrag pro Hektar fällt voraussichtlich deutlich niedriger aus. Erwartet werden rund 19,3 Dezitonnen je Hektar. Im Jahr 2025 waren es noch 23,6 Dezitonnen. Das entspricht einem Rückgang von 18 Prozent.

Auch die Hopfenfläche wird kleiner

Neben den geringeren Erträgen nimmt auch die Anbaufläche ab. Sie geht nach den vorläufigen Zahlen von 16.040 Hektar im Jahr 2025 auf 15.115 Hektar im Jahr 2026 zurück. Das entspricht einem Minus von 5,8 Prozent.

Trotz des Rückgangs bleibt Bayern das Zentrum des deutschen Hopfenanbaus. Rund 84,6 Prozent der gesamten Hopfenfläche Deutschlands liegen 2026 im Freistaat. Deutschlandweit werden auf insgesamt 17.861 Hektar Hopfen angebaut.

Hallertau bleibt wichtigstes Anbaugebiet

Mit Abstand die größte Anbaufläche befindet sich in der Hallertau. Dort wachsen 2026 auf 14.765 Hektar Hopfen. Das sind 97,7 Prozent der bayerischen Hopfenfläche. Im Anbaugebiet Spalt sind es 349 Hektar.

Für die Hallertau wird eine Ernte von rund 28.750 Tonnen Hopfen erwartet. Das entspricht 85,1 Prozent der gesamten deutschen Hopfenernte, die auf 33.779 Tonnen geschätzt wird. Im vergangenen Jahr hatte die Hallertau noch 37.250 Tonnen Hopfen geliefert.

In Spalt rechnen die Fachleute 2026 mit rund 494 Tonnen Hopfen. Im Jahr zuvor waren es noch 615 Tonnen.

Pressemitteilung Landesamt für Statistik / MF

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