Di., 27.10.2026 , 14:26 Uhr

Bayern: Herrmann erwartet bei Schülerprotesten am Samstag keine Ausschreitungen

Auch in Bayern geht die Jugend für mehr Gerechtigkeit in der Generationenfrage auf die Straße. Wie Innenminister Herrmann die Lage einschätzt.

Innenminister Joachim Herrmann (CSU) rechnet bei den für Samstag angekündigten Demonstrationen junger Menschen in Bayern nach derzeitigem Stand nicht mit Verhältnissen wie zuletzt in Frankreich. Er kündigte eine starke Polizeipräsenz an allen entsprechenden Orten an.

Herrmann zu den Schülerprotesten

Nach einer Kabinettssitzung in München sagte Herrmann: «Die angekündigten Schülerproteste lassen zum jetzigen Zeitpunkt keine vergleichbaren Ausschreitungen wie in Frankreich erwarten». Den Sicherheitsbehörden lägen derzeit keine konkreten Aufrufe zu Gewalt oder zu geplanten gewalttätigen Ausschreitungen vor. Er sagte: «Vielmehr lassen sich derzeit Mobilisierungsaufrufe in den sozialen Medien feststellen, die die gewaltsamen Auseinandersetzungen im Ausland kritisieren und sich davon distanzieren.»

Vier Versammlungen angemeldet

Bislang seien vier Versammlungen angemeldet: eine in München, zwei in Nürnberg und eine in Rosenheim. Sie folgten dem Versammlungsaufruf der Generation Z bundesweit. In Nürnberg sei zudem schon zu einer Gegendemo aufgerufen worden.

Tausende Teilnehmer erwartet

Herrmann sagte, es seien deutlich mehr Teilnehmer zu erwarten als bei den förmlichen Anmeldungen mit maximal 200 Menschen angegeben. Er berichtete: «Den Meldungen in den sozialen Netzwerken ist aber zu entnehmen, dass für München eher 7.000 und für Nürnberg circa 5.000 Personen eine Teilnahme zumindest in Aussicht gestellt haben». Der Schwerpunkt des Einsatzgeschehens in Bayern zeichne sich aktuell in München ab.

Sorge vor Plünderungen

Herrmann sagte, er könne Sorgen von Bürgerinnen und Bürgern oder Gewerbetreibenden, insbesondere dem Einzelhandel, es könnte auch hier zu Plünderungen und Ähnlichem kommen, gut nachvollziehen. Er sagte: «Das kann ich gegenwärtig nicht völlig ausschließen». Er fügte hinzu: «Aber wir werden alles dafür tun, um dieses zu verhindern.»

Initiative ruft zu Protesten am 31. Oktober auf

Im Netz ruft eine Initiative, die sich «GenZ regelt» beziehungsweise «GenZ steht auf» nennt, für den 31. Oktober zu Protesten in 23 Städten auf. Diese lehnt eigenen Angaben nach Gewalt ausdrücklich ab. Zur Generation Z gehören junge Menschen, die grob zwischen 1995 und 2010 geboren wurden.

 

dpa / MF

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