Di., 04.08.2026 , 11:34 Uhr

Bayern: Grundwasserstände auf dem niedrigsten Stand seit fünf Jahren

Ein dichtes Netz aus Messstellen überprüft in Bayern permanent die Grundwasserstände. Ein Blick auf die aktuellen Werte zeigt eine bedenkliche Entwicklung.

Die Trockenheit in Bayern verschärft sich weiter. Nach aktuellen Daten des Landesamts für Umwelt (LfU) weisen 84 Prozent der oberflächennahen Grundwassermessstellen und Quellen sowie 76 Prozent der Messstellen in tieferen Grundwasserstockwerken niedrige Wasserstände auf. Damit erreicht die Situation den schlechtesten Wert der vergangenen fünf Jahre.

Grundwasser auf Rekordtief

Nach Angaben des LfU lagen die Werte im vergangenen Jahr deutlich höher. Damals zeigten lediglich 34 Prozent der Messstellen niedrige Grundwasserstände, 2024 waren es sogar nur sieben Prozent. Vergleichbar war die Lage zuletzt im Trockenjahr 2022 mit 73 Prozent. Im aktuellen Niedrigwasserbericht heißt es: „Die aktuelle Situation ist deutlich angespannt.“

Dichtes Messnetz überwacht die Lage

Die Entwicklung wird in Bayern an rund 620 Messstellen des Grundnetzes, etwa 210 weiteren Messstellen des Verdichtungsnetzes sowie rund 1.000 Messstellen der staatlichen Sondernetze überwacht. Hinzu kommen rund 100 Quellmessstellen. Nach Angaben des LfU reicht dieses Messnetz aus, um die Grundwassersituation zuverlässig zu erfassen und zu bewerten.

Zu wenig Niederschlag belastet den Wasserhaushalt

Ob die anhaltende Hitze und die geringen Niederschläge die Grundwasserneubildung dauerhaft beeinträchtigen, lässt sich derzeit noch nicht abschließend beurteilen. Im Jahr 2025 fielen bayernweit insgesamt rund 716 Liter Niederschlag pro Quadratmeter – fast ein Viertel weniger als im langjährigen Referenzzeitraum.

Defizit bei der Grundwasserneubildung wächst

Die Grundwasserneubildung wird laut LfU mithilfe eines landesweiten Bodenwasserhaushaltsmodells berechnet. Ein endgültiger Wert kann jedoch erst im April des Folgejahres ermittelt werden.

Bereits seit Jahren weist Bayern ein Defizit bei der Grundwasserneubildung auf. Zwischen 2003 und 2025 lag das durchschnittliche jährliche Minus bei rund 15 Prozent. Zwar sorgte das niederschlagsreiche Jahr 2024 vorübergehend für eine Entspannung, doch laut LfU „diese Erholung war in ihrer Ausprägung jedoch nicht nachhaltig, so dass sich das Defizit in der Grundwasserneubildung nach dem Trockenjahr 2025 erneut vergrößert hat.“

dpa / MF

 

 

 

Ein Video zum Thema Grundwasser und Trinkwasserversorgung

Das könnte Dich auch interessieren

18.09.2026 Manching: Haftstrafen nach Diebstahl des keltischen Goldschatzes rechtskräftig Nach dem spektakulären Diebstahl des mehr als 2.000 Jahre alten keltischen Goldschatzes aus dem Kelten Römer Museum in Manching sind die Haftstrafen gegen vier Männer rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat die vom Landgericht Ingolstadt verhängten Strafen in vollem Umfang bestätigt. Goldschatz mit mehr als 480 Münzen gestohlen Der Einbruch in das Kelten Römer Museum 18.09.2026 Donau-Einkaufszentrum erneut unter Top 10 der deutschen Shoppingcenter Das Donau-Einkaufszentrum (DEZ) zählt erneut zu den zehn besten Shoppingcentern Deutschlands. Im aktuellen Shoppingcenter Performance Report (SCPR) 2026 belegt das DEZ mit der hervorragenden Durchschnittsnote von 2,00 den 9. Platz unter rund 400 bewerteten Einkaufszentren. Damit verteidigt das Regensburger Einkaufszentrum seine Spitzenpositionierung aus den Vorjahren und gehört bereits zum wiederholten Male zu den Top 10 18.09.2026 Mut beginnt im Alltag: Zivilcourage stärkt unsere Gesellschaft Schulen, Vereine und weitere Institutionen können ab sofort Informations- und Präventionsangebote zum Thema Zivilcourage nutzen. Zivilcourage bedeutet nicht, sich selbst in Gefahr zu bringen. Sie beginnt häufig mit kleinen Gesten: aufmerksam sein, Hilfe organisieren, die Polizei verständigen oder Betroffene unterstützen. Gerade diese alltäglichen Handlungen tragen wesentlich dazu bei, Straftaten zu verhindern, Menschen zu schützen und 18.09.2026 Bayern: Hopfenernte fällt 2026 deutlich geringer aus In Bayern wird 2026 eine deutlich kleinere Hopfenernte erwartet. Nach ersten Schätzungen sollen in den Anbaugebieten Hallertau und Spalt insgesamt rund 29.244 Tonnen Hopfen geerntet werden. Das wären 22,8 Prozent weniger als 2025. Als Gründe werden extreme Hitzephasen und langanhaltende Trockenheit genannt. Ernte sinkt um mehr als 8.600 Tonnen Im vergangenen Jahr wurden in Bayern