Fr., 10.07.2026 , 09:21 Uhr

Bayern: Glauber ruft wegen Hitzewelle zum Wassersparen auf

Die Wasserversorgung in Bayern bleibt laut Umweltminister Glauber gesichert - regional kann es aber zu Einschränkungen der Wassernutzung kommen.

Die zweite Hitzewelle dieses Sommers hat den Freistaat Bayern erreicht. Trotz der anhaltenden Trockenheit ist die Wasserversorgung derzeit gesichert. Bayerns Umwelt- und Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber ruft die Bevölkerung dennoch dazu auf, Wasser bewusst und sparsam zu nutzen.

 

Wasserversorgung bleibt gesichert

Nach Angaben des Umweltministeriums führen die anhaltende Trockenheit und die geringen Niederschläge zu niedrigen Abflüssen und sinkenden Grundwasserständen. Dadurch kann es regional zu Einschränkungen bei der Wassernutzung kommen.

„Die gute Nachricht: Die Wasserversorgung ist in Bayern aktuell gesichert. Die anhaltende Trockenheit führt zu niedrigen Abflüssen und Grundwasserständen. Das kann lokal und punktuell auch zu Einschränkungen von Nutzungen führen. Die Hitzeperiode und die wenigen Niederschläge in diesem Jahr zeigen: Die Folgen des Klimawandels werden zunehmend auch in Bayern spürbar. Wir beobachten die aktuelle Entwicklung sehr genau und stehen im engen Austausch mit den zuständigen Behörden und Wasserversorgern. Wir appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger, Wasser bewusst und sparsam zu nutzen. Jeder verantwortungsvolle Umgang mit Wasser hilft dabei, unsere natürlichen Ressourcen zu schonen.“

Ob im Einzelfall konkrete Maßnahmen zum Wassersparen notwendig werden, entscheiden die zuständigen Behörden vor Ort.

 

Weitere Trinkbrunnen geplant

Um die Versorgung mit Trinkwasser im öffentlichen Raum zu verbessern, setzt der Freistaat das Sonderprogramm „Kommunale Trinkbrunnen“ fort. Seit dem 1. April 2025 wurden bereits knapp 70 Vorhaben genehmigt. Insgesamt sollen mehr als 90 neue Trinkbrunnen entstehen.

Gefördert werden pro Kommune bis zu zwei Trinkbrunnen mit jeweils maximal 10.000 Euro beziehungsweise bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten. Bereits zwischen 2021 und 2024 waren über das Programm rund 200 Vorhaben bewilligt worden.

 

Besonderer Schutz für gefährdete Menschen

Mit Blick auf die steigende Zahl an Tropentagen fordert Umweltminister Glauber einen besseren Schutz für Senioren, Kranke und Kinder.

„An heißen Tagen gilt: viel trinken, Sonnenschutz auftragen, Schatten suchen und Anstrengungen vermeiden. Kirchen und andere öffentliche Gebäude sollen ihre Türen öffnen, um den Menschen Abkühlung zu bieten. Wir brauchen auch mehr Wasser und Grün in der Stadt. In Zeiten des Klimawandels ist der Ausbau von blauer und grüner Infrastruktur in den Städten oberstes Gebot. Eine gesunde Stadtnatur mit vielen öffentlichen Grünflächen und guter Luft ist entscheidend für die Lebensqualität im urbanen Raum. Verdunstung, Verschattung, Freiflächen, begrünte Dächer und Fassaden sind zentrale Themen für die lebenswerte Stadt der Zukunft. Stadtbäume und Grüngürtel sind natürliche Klimaanlagen: Sie spenden Schatten, kühlen und befeuchten die Luft. Klimaangepasstes Planen und Bauen muss zum Standard werden. Perspektivisch müssen Einrichtungen wie Seniorenheime, Krankenhäuser und Kindertagesstätten besser an die zunehmende Hitze angepasst werden.“

 

Neue Förderung für Kommunen

Das Bayerische Umweltministerium bereitet derzeit die neue Förderrichtlinie KommKlimaFöR 2026 vor. Sie soll noch im Sommer in Kraft treten. Künftig sollen damit auch Projekte unterstützt werden, die die Auswirkungen von Hitzeperioden verringern und Städte sowie Gemeinden besser an den Klimawandel anpassen.

 

Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

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