Di., 10.08.2021 , 14:09 Uhr

Zu geringe Nachfrage

Bayern gibt über 730.000 Impfdosen an Bund zurück

Da der Impfeifer in vielen Bundesländern nachgelassen hat, geben die Länder - darunter auch Bayern - die nicht verwendeten Impfdosen an den Bund zurück. Dieser will die Impfstoffe an Staaten mit akutem Bedarf spenden.

Länder geben mehr als 2,7 Millionen Impfdosen an Bund zurück

 

Angesichts der vorerst geringeren Nachfrage nach Corona-Impfungen geben die Länder mehr als 2,7 Millionen Dosen aus ihren Verteilzentren an den Bund zurück. Darunter sind gut 2,6 Millionen nicht benötigte Dosen des Mittels von Astrazeneca, wie aus einer Übersicht des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Hinzu kommen Dosen von Johnson & Johnson.

Der Bund will die Impfstoffe nun rasch an andere Staaten mit akutem Bedarf spenden. In einem nächsten Schritt sollen die Länder bis zum 20. August auch Rückmeldungen zu nicht benötigten Dosen geben, die schon von den Verteilzentren in die regionalen Impfzentren gebracht wurden - zunächst ebenfalls für die Präparate von Astrazeneca und Johnson & Johnson. Die Bundesregierung hat zugesagt, bis Ende des Jahres mindestens 30 Millionen Impfdosen an Entwicklungsländer und andere Staaten abzugeben. Eine erste Tranche soll jetzt bereits über die internationale Hilfsinitiative Covax an fünf Länder gehen.

Aus den Verteilzentren geben nun 15 der 16 Länder nicht benötigten Impfstoff zurück - nur das Saarland meldete laut der Übersicht keine Dosen dafür an den Bund. Aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen sollen demnach allein 922.000 Dosen des Mittels von Astrazeneca zurückgehen.

 

730.000 Tausend Dosen aus Bayern

Bayern hat dabei 738.350 Dosen an den Bund zurückgegeben. Darunter sind 685.100 Dosen des Mittels von Astrazeneca, wie aus einer Übersicht des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Hinzu kommen 53.250 Dosen von Johnson & Johnson.

 

 

dpa/JM

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