Mi., 04.11.2026 , 21:51 Uhr

Bayern: FW-Chef Hubert Aiwanger tot in Berliner Hotel gefunden

Trauer um Hubert Aiwanger: Der stellvertretende Ministerpräsident ist tot in einem Berliner Hotel gefunden worden.

Der stellvertretende bayerische Ministerpräsident und bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger ist tot. Zunächst hatte die BILD-Zeitung berichtet und sich unter anderem auf die bayerische Staatsregierung und die Polizei in Berlin berufen.

 

Auch die Deutsche Presse-Agentur berichtet:
Die Berliner Staatsanwaltschaft hat bestätigt, dass Bayerns Wirtschaftsminister und Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) tot in einem Berliner Hotel gefunden worden ist. Weitere Angaben machte ein Sprecher der Anklagebehörde auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur zunächst nicht.Wie die dpa erfuhr, hätte Aiwanger am Nachmittag bei der Eröffnung eines Hauptstadtbüros der Freien Wähler, deren Bundes- und Landesvorsitzender er ist, eine Rede halten sollen. Er habe sich aber aus gesundheitlichen Gründen abgemeldet und vertreten lassen. Später sei er nicht mehr erreichbar gewesen und schließlich leblos in seinem Zimmer entdeckt worden.

Zur Todesursache gab es zunächst keine Angaben. Aiwanger wurde 55 Jahre alt.

 

 

Söder: Plötzlicher Tod von Aiwanger absolute Tragödie

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ist nach eigenen Worten geschockt über die Nachricht vom Tod seines Vize-Regierungschefs Hubert Aiwanger (Freie Wähler). «Der plötzliche Tod von Hubert Aiwanger ist eine absolute Tragödie. Wir sind alle zutiefst geschockt», schrieb Söder auf X. «Unsere Gedanken sind nun zuerst bei seiner Familie und seinen Kindern. Wir trauern mit ihnen und beten für sie.»

 

Ministerium äußert sich - Staatssekretär Gotthardt: Nachricht sei unbegreifbar

Am späten Mittwochabend hat sich auch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie via Pressemitteilung geäußert. Darin zeigte sich unter anderem der Staatssekretär Tobias Gotthardt zutiefst getroffen vom plötzlichen Tod Hubert Aiwangers. Die Nachricht sei unbegreifbar.

Hier die Pressemitteilung des Staatsministeriums im Wortlaut:

Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie trauert um den Staatsminister und stellvertretenden Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger. Der 55-Jährige verstarb am Mittwoch in Berlin, wo er mehrere Termine für seine Partei, die Freien Wähler, wahrnehmen wollte. 
 
Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt, der sich derzeit auf einer Delegationsreise in Singapur befindet, äußerte sich tief betroffen: „Die Nachricht von Huberts plötzlichem Tod trifft mich zutiefst, ist für uns alle unbegreifbar. Bayern verliert mit ihm einen Herzensmenschen für die Heimat, einen Menschenfreund, der immer und mit aller Kraft für die Menschen im Freistaat gewirkt hat. Sein Wirken, aber auch sein Lächeln wird in dieser Welt fehlen. Ich selbst verliere einen Vertrauten, Wegbegleiter und engen Freund, auf dessen Wort und Freundschaft ich mich immer verlassen konnte. Ich bin von Herzen dankbar für jeden Moment, unsere gemeinsamen Wege und Gespräche. Ich bete für Hubert und seine Familie, der ich in diesen schweren Stunden von Herzen Kraft und Trost wünsche.“

Der Staatssekretär kehrt umgehend nach Bayern zurück.
 
Dr. Sabine Jarothe, Amtschefin im Wirtschaftsministerium: "Der Tod des Staatsministers ist ein Schock für unser Haus. Unser tiefes Beileid gilt der Lebensgefährtin, den Kindern und der Familie des Verstorbenen. Hubert Aiwanger hat in den vergangenen acht Jahren unser Haus mit großem Einsatz und Leidenschaft geprägt und sich unermüdlich für die bayerische Wirtschaft eingesetzt. Er wird uns sehr fehlen."

dpa / PM Staatsministerium / KH / MF

 

Trauer in Bayern: Hubert Aiwanger ist tot
Weitere Reaktionen aus der Politik

Bereits in der Nacht hat es erste Reaktionen auf den überraschenden Tod Hubert Aiwangers gegeben.

 

Hoffmann würdigt Aiwanger als "Vollblutpolitiker"

CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann hat den überraschend gestorbenen Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger als einen Bayern prägenden Vollblutpolitiker gewürdigt. «Die Nachricht vom plötzlichen Tod Hubert Aiwangers macht traurig und betroffen», schrieb Hoffmann der Deutschen Presse-Agentur. «Wir sind in Gedanken bei seiner Familie und seinen Freunden. Hubert Aiwanger war streitbar, aber unbestreitbar ein Vollblutpolitiker, der Bayern geprägt hat.»

 

dpa

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