Mi., 10.01.2024 , 11:27 Uhr

Bayern: Erster Standort für Telenotarzt wird ausgebaut

In Bayern soll ein Telenotarzt-System aufgebaut werden. Der Auftrag für die Systemtechnik wurde erteilt, damit kann der Aufbau des ersten Standortes beginnen.

Der Auftrag an den Lieferanten der bayernweit einheitlichen Systemtechnik für den Telenotarzt ist erteilt. Laut Innenminister Joachim Herrmann seien nun alle Partner in das Projekt eingebunden. Mit der flächendeckenden Einführung des Telenotarztes in Bayern könne nun begonnen werden. Konkret kann der Aufbau am ersten von insgesamt drei Standorten zügig beginnen.

 

„Unser Ziel ist es, dass Ende 2024 die ersten Rettungswagen auf die Unterstützung durch einen Telenotarzt zugreifen können.“ Herrmann betonte: „Die geplante bayerische Telenotarzt-Struktur ist bundesweit das größte Projekt dieser Art. Sie ist daher nicht nur ebenso neu wie komplex, sondern auch beispielhaft für die Integration einer technischen Innovation in den Rettungsdienst.“

 

Das bundesweit einzigartige Telenotarzt-Projekt zeichnet sich laut Herrmann dadurch aus, dass sowohl alle Rettungswagen über eine gleichförmige telemedizinische Ausstattung verfügen, als auch die drei geplanten Telenotarzt-Standorte mit einer einheitlichen übergreifenden Technik ausgerüstet werden.

 

„Hierdurch können sich auch die Standorte untereinander vertreten und aushelfen. So stellen wir sicher, dass der Telenotarzt für die Bevölkerung in allen Regionen Bayerns optimal verfügbar ist“, erklärte der Minister. „Der Telenotarzt wird als innovatives, digitales Einsatzmittel künftig die Notfallrettung ergänzen. Das Rettungsdienstpersonal kann so vor Ort in Echtzeit mit einem Telenotarzt kommunizieren und in den Versorgungsprozess einbinden.“

 

Der erste Telenotarzt-Standort Ost wird laut Herrmann im Rettungsdienstbereich Straubing eingerichtet. Dieser Standort ist dann für weitere sieben Rettungsdienstbereiche zuständig: Regensburg, Oberpfalz-Nord, Landshut, Passau, Ingolstadt, Rosenheim und Traunstein.

Der konkrete Ort und Gebietszuschnitt für den nächsten Telenotarzt-Standort steht laut Herrmann derzeit noch nicht fest. Dieser werde sich aus dem weiteren Projektverlauf ergeben.

 

stmi / MB

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