Mi., 25.10.2023 , 17:42 Uhr

Bayern: CSU und Freie Wähler vor neuer Koalition

Nach gerade mal zwei Wochen Verhandlungen stehen CSU und Freie Wähler in Bayern kurz vor der Unterzeichnung ihres neuen Koalitionsvertrags.

Beide Parteien haben für Donnerstagvormittag zu Gremiensitzungen eingeladen, um den Vertrag abzusegnen. Somit ist davon auszugehen, dass alle wesentlichen Streitpunkte am Mittwoch abgeräumt werden konnten. Eine Bestätigung dafür gab es am Abend aber nicht. Die Unterzeichnung des Koalitionsvertrags war dem Vernehmen nach für Donnerstagnachmittag geplant.

Bei der CSU wollen Parteivorstand und Landtagsfraktion gemeinsam beraten und entscheiden. «Vorstellung der Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen für die Bildung einer neuen Bayerischen Staatsregierung», heißt es in der Einladung, die intern verschickt wurde. Und dann: «Beratung und Beschlussfassung über die Billigung der Verhandlungsergebnisse für einen Koalitionsvertrag». Auch bei den Freien Wählern wollen Landesvorstand und Fraktion gemeinsam beraten.

Ergebnisse der Verhandlungen wurden zunächst nicht bekannt. Die Gespräche in Arbeitsgruppen und in der Spitzenrunde mit den beiden Parteivorsitzenden Markus Söder (CSU) und Hubert Aiwanger (Freie Wähler) liefen von Anfang an unter größtmöglicher Diskretion ab. Mit Spannung erwartet wurde die Aufteilung der Ministerien. Dies galt als schwierigster Punkt, da die Freien Wähler nach ihrem deutlichen Stimmzuwachs bei der Landtagswahl wiederholt ein viertes Ministerium gefordert hatten. Die CSU hatte dies dagegen stets abgelehnt.

Der Zeitplan von CSU und Freien Wählern sieht vor, dass Söder am 31. Oktober wieder zum Ministerpräsidenten gewählt werden soll. Bereits am 8. November könnte dann das neue Kabinett vereidigt werden. CSU und Freie Wähler hatten bereits in der vergangenen Legislaturperiode zusammen regiert. Im neuen Landtag verfügen sie zusammen über eine stabile Mehrheit von 122 der insgesamt 203 Sitze.

 

dpa

Das könnte Dich auch interessieren

22.10.2026 Umfrage: Viele Bayern sehen KI skeptisch Viele Menschen in Bayern sehen Künstliche Intelligenz einer neuen Umfrage zufolge eher skeptisch. 38 Prozent erwarten, dass KI das Leben der Menschen in den kommenden Jahren verschlechtern wird. Nur 27 Prozent gehen von einer Verbesserung aus, 35 Prozent sind unentschieden. Umfrage von Civey im Auftrag des Genossenschaftsverbands Das Ergebnis stammt aus einer Erhebung des Instituts 14.10.2026 Krankenhausreform: Erste Leistungsgruppen für Bayerns Kliniken bewilligt Die ersten Entscheidungen zur konkreten Zukunft der bayerischen Krankenhäuser sind gefallen – allerdings bleibt offen, welche Klinik künftig welche Leistung anbieten darf und welche nicht. Man wolle sich zu Einzelfällen nicht äußern, teilte das Gesundheitsministerium in München mit. «Sowohl positive als auch negative Bescheide werden vom Ministerium nur gegenüber den Betroffenen kommuniziert, da es sich 14.10.2026 München/Berngau: Tödliche Waffenkontrolle - Ermittlungen bleiben schwierig Nach den tödlichen Schüssen auf zwei Behördenmitarbeiter während einer Waffenkontrolle gestalten sich die Ermittlungen schwierig. Die Details zum Tatablauf und zur Motivation des mutmaßlichen Schützen seien noch unklar, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) im Innenausschuss des Landtages in München. «Eine abschließende Beurteilung des Sachverhalts ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich.» Herrmann verwies darauf, 22.09.2026 Bayern: Reaktion auf Pisa-Ergebnisse - mehr Mathe, Deutsch und Sport Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sorgt sich angesichts der jüngsten Pisa-Ergebnisse um die langfristige Innovationsfähigkeit des Freistaats. Bei einer CSU-Fraktionsklausur in Kloster Banz bei Bad Staffelstein sprach Söder von einem «Pisa-Schock». Die Ergebnisse werfen für ihn die Frage auf, ob Bayern auch in einigen Jahren noch genügend qualifizierte Köpfe haben wird, um seine Innovationskraft zu