Mi., 16.11.2022 , 09:29 Uhr

ab dem 16. November

Bayern: Corona-Isolationspflicht fällt weg

In Bayern müssen Corona-Infizierte ab diesem Mittwoch nicht mehr zwingend zu Hause bleiben. Die Reaktionen auf die Maßnahme sind gemischt.

Corona-Infizierte in Bayern müssen sich von diesem Mittwoch (16.11.) an nicht länger in Isolation begeben. «An die Stelle der Isolationspflicht treten verpflichtende Schutzmaßnahmen für positiv Getestete», sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag. Für sie gelte fortan unter anderem eine Maskenpflicht, sowie Betretungs- und Tätigkeitsverbote, etwa in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen. Auch Baden-Württemberg, Hessen und Schleswig-Holstein hatten vergangene Woche neue Regelungen angekündigt.

 

Keine Isolationspflicht auch an Schulen

Die neuen Maßnahmen gelten ab Mittwoch auch an den bayerischen Schulen. Dabei gelte der Grundsatz: «Wer krank ist, geht nicht in die Schule», hieß es unisono aus dem Gesundheits- und dem Kultusministerium. Vertreter der bayerischen Lehrerverbände forderten am Dienstag klare und umsetzbare Regeln sowie eine klare Definition dazu, was «krank» oder «ansteckend» bedeute.

 

Meinungen sind gemischt

Über die Aufhebung der Isolationspflicht sowie die neuen Schutzmaßnahmen sei in Rücksprache mit Experten entschieden worden, sagte Holetschek. «Klar ist: Wir lassen der Pandemie keinen freien Lauf». Die neuen Regelungen seien eine Balance zwischen Eigenverantwortung und dem Schutz vulnerabler Personengruppen.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz kritisierte die neuen Regelungen als «widersprüchlich» und «chaotisch». Von einem Infektionsschutz für vulnerable Gruppen könne nicht die Rede sein. Der Wirtschaftsbeirat Bayern nannte das Ende der Isolationspflicht hingegen einen «richtigen Schritt zur richtigen Zeit».

 

Bislang mindestens fünf Tage Isolation

Bislang mussten Menschen, die sich mit dem Coronavirus infizierten, in Bayern für fünf bis zehn Tage in Isolation – je nachdem, ob und wie lange sie Symptome hatten. Ähnlich gelten auch die neuen Schutzmaßnahmen für positiv Getestete mindestens fünf Tage lang. Infizierte müssen dann mindestens 48 Stunden symptomfrei sein, bevor die Maßnahmen wegfallen – nach 10 Tagen enden sie allerdings auch dann, wenn die Symptome anhalten.

 

Maskenpflicht-Regelung im ÖPNV noch bis 9. Dezember

Unklar ist noch, wie es sich künftig in Bayern mit der Maskenpflicht im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) verhält. Die aktuelle Regelung gilt noch bis zum 9. Dezember. Danach werde entsprechend der Lage entschieden, ob es die Pflicht weiter brauche, hieß es am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte zuvor bereits ein Ende der Pflicht ins Gespräch gebracht.

 

dpa / MB

Das könnte Dich auch interessieren

14.02.2026 Bayern: 95 Millionen Euro Hochwasserhilfe von der EU Bayern hat nach dem verheerenden Hochwasser im Juni 2024 rund 95 Millionen Euro aus dem Europäischen Solidaritätsfonds erhalten. Das bestätigte eine Sprecherin des Finanzministeriums auf dpa-Anfrage. Zuvor hatte die „Augsburger Allgemeine“ darüber berichtet. Den Antrag auf die europäischen Hilfen hatte der Freistaat gemeinsam mit Baden-Württemberg gestellt. 95 Millionen Euro aus dem Europäischen Solidaritätsfonds Mit den 20.08.2026 Suche nach Ausbildungsplatz: Diese Angebote helfen weiter Das neue Ausbildungsjahr beginnt – doch noch nicht alle Jugendlichen haben bereits den passenden Ausbildungsplatz gefunden. Gleichzeitig sind bei vielen Unternehmen in der Oberpfalz und im Landkreis Kelheim noch Ausbildungsstellen frei. Zu diesem Thema haben wir auch mit einem Experten gesprochen:   Wer aktuell noch auf der Suche ist, sollte deshalb nicht aufgeben: Auch kurzfristig 12.08.2026 Heute: Partielle Sonnenfinsternis – Über unser Social-Media mitverfolgen Am 12. August 2026 ist ab etwa 19 Uhr unter anderem in Deutschland eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen. 31.07.2026 Arbeitsmarkt in Bayern bleibt angespannt Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist im Juli im Vergleich zum Juni um 5.098 auf 318.025 gestiegen. Vor einem Jahr waren es gut 6.000 Arbeitslose weniger, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg im Juli demnach um 0,1 Prozentpunkte auf 4,1 Prozent und lag damit 0,1 Prozentpunkte höher