Do., 28.09.2023 , 08:54 Uhr

Trend auch in Regensburg

Bayern: Bei Briefwahl zeichnen sich Rekordwerte ab

Kurz vor der Landtagswahl in Bayern ist immer vom alles entscheidenden Wahlsonntag am 8. Oktober die Rede. Zehntausende Wähler haben ihre Entscheidung aber längst getroffen. Auch in Regensburg boomt die Briefwahl.

Kurz vor der bayerischen Landtagswahl zeichnen sich Rekordzahlen bei den Briefwählern ab. Deutlich mehr Menschen als bei der letzten Landtagswahl 2018 haben die Briefwahl beantragt, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter den fünf größten Städten im Freistaat ergab.

Die Landeshauptstadt München hatte nach Angaben des zuständigen Kreisverwaltungsreferates 13 Tage vor der Wahl 328 108 Briefwahlunterlagen ausgestellt und damit schon mehr als bei der letzten Landtagswahl 2018 insgesamt. Damals wurden insgesamt 301 737 Wahlscheine mit Briefwahlunterlagen ausgestellt.

In Nürnberg hatten zum gleichen Zeitpunkt mehr als 100 000 Stimmberechtigte Wahlscheine für die Briefwahl beantragt. Bei der Landtagswahl 2018 gaben insgesamt 77 736 Wählerinnen und Wähler ihre Stimme per Brief ab. In Augsburg waren es heuer bereits mehr als 52 000 (2018 insgesamt 38 965), in Regensburg rund 36 000 (2018 insgesamt 28 711) und in Ingolstadt 30 100 (2018 insgesamt 23 700). «Sicherlich folgen bis zum Wahltag weitere Anträge», sagte eine Sprecherin der Stadt Nürnberg.

Seit Jahren wächst der Anteil der Briefwählerinnen und Briefwähler stark. 2018 lag er hierzulande mit 38,9 Prozent so hoch wie nie zuvor. Und Experten wie Parteien rechneten schon vor Beginn der Briefwahl fest damit, dass die Wahl am 8. Oktober einen Rekordwert an Briefwählern liefern wird. Insgesamt sind diesmal rund 9,4 Millionen Wahlberechtigte zur Stimmabgabe aufgerufen.

Seit 1958 ist in Bayern die Briefwahl möglich, damals machten jedoch nur 96 112 Menschen davon Gebrauch. Es durfte aber auch nur derjenige per Brief wählen, der sich «am Wahltag aus wichtigem Grund» außerhalb seines Wahlkreises aufhielt. Dazu zählte ein Urlaub ebenso wie Arbeit, Krankheit oder Freiheitsentziehung, also ein Gefängnisaufenthalt. Zum Vergleich: 2003 waren es bereits mehr als 1,2 Millionen Menschen, und vor fünf Jahren dann schon fast 40 Prozent.

 

dpa / MB

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