Mi., 22.09.2021 , 14:14 Uhr

Nach GMK-Beschluss

Bayern: Ab spätestens 1. November - Keine Lohnfortzahlung für Ungeimpfte in Quarantäne

Ab spätestens 1. November sollen Ungeimpfte, für die Zeit, die sie in Quarantäne müssen, keinen Lohn bekommen. Es gibt aber auch Ausnahmen dieser deutschlandweiten Regelung.

Die Gesundheitsminister von Bund und Länder haben auf der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) entschlossen, dass die Entschädigungszahlungen für Ungeimpfte in Quarantäne spätestens zum 1. November beendet werden sollen.

Der GMK-Vorsitzende und bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek sagte in München, dass nun klare Verhältnisse geschaffen und geltendes Recht auch bundesweit einheitlich umgesetzt werden müsse.

«Deswegen soll es spätestens ab 1. November deutschlandweit keine Entschädigungsleistungen mehr für Ungeimpfte geben, die als Kontaktpersonen oder Reiserückkehrer in Quarantäne müssen und sich eigentlich hätten impfen lassen können.» - Klaus Holetschek, Gesundheitsminister

 

Holetschek: «Lohnfortzahlung für Ungeimpfte unsolidarisch»

Eine Fortzahlung von Verdienstausfällen für Ungeimpfte wegen Corona-Quarantäneauflagen wäre nach Ansicht von Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) unsolidarisch.

«Damit setzen wir ein Zeichen, dass auch Ungeimpfte im Kampf gegen die Corona-Pandemie Verantwortung übernehmen müssen. Wer eine Impfung ablehnt – aus welchen nicht-medizinischen Gründen auch immer –, kann nicht von der Gemeinschaft erwarten, dass sie für den Verdienstausfall aufkommt, der durch die Quarantänepflicht entsteht. Das wäre unsolidarisch»,

sagte der amtierende Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz.

 

Selbstverständlich gebe es aber auch Ausnahmen, betonte Holetschek:

«Wer sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen kann, darf dies mit einem ärztlichen Attest nachweisen. Zudem wird weiter gezahlt für Bürgerinnen und Bürger, für die noch keine öffentliche Impfempfehlung vorliegt oder bis zu acht Wochen vor der Absonderungsanordnung vorlag. Wer krank ist, erhält ebenfalls weiter Geld.»

Holetschek appelliert an alle Ungeimpften, sich impfen zu lassen:

«Wer geimpft ist, muss als Kontaktperson nicht in Quarantäne – und hätte somit auch keinen Verdienstausfall.»

 

 

dpa/Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege/JM

 

 

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